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Bereits während der Depolarisation werden immer mehr spannungsabhängige [[Natriumkanal|Natriumionen-Kanäle]] durch das Schließen von Inaktivierungstoren undurchlässig für Natriumionen, wodurch es zu keinem weiteren Anstieg des [[Membranpotential]]s kommt.
  
Gleichzeitig öffnen sich in der Zellmembran die spannungsaktivierten [[Kaliumkanal|Kaliumkanäle]] ([[HERG-Kanal|HERG-Kanäle]]), was zu einem starken Ausstrom von Kaliumionen entlang dem Konzentrationsgefälle führt. Durch den Ausstrom der Kaliumionen sinkt das Membranpotential ab und kehrt nach einer kurzen [[Hyperpolarisation]] wieder zum Ruhepotential zurück.
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Gleichzeitig aktiviert, aber verzögert geöffnet werden die sich in der Zellmembran befindlichen spannungsaktivierten [[Kaliumkanal|Kaliumkanäle]] ([[HERG-Kanal|HERG-Kanäle]]), was zu einem starken Ausstrom von Kaliumionen entlang dem Konzentrationsgefälle führt. Durch den Ausstrom der Kaliumionen sinkt das Membranpotential ab und kehrt nach einer kurzen [[Hyperpolarisation]] wieder zum Ruhepotential zurück.
  
Die Erregbarkeit der Zelle wird durch Aktivierung der [[Natrium-Kalium-Pumpe]] wieder hergestellt. Dadurch, dass Natriumionen im Austausch gegen Kaliumionen die Zelle verlassen, stellt sich die ursprüngliche Ionenverteilung des Ruhepotentials ([[extrazellulär]] mehr Natriumionen, [[intrazellulär]] mehr Kaliumionen) wieder ein.
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Durch die  [[Natrium-Kalium-Pumpe]] wird die ursprüngliche Ionenverteilung wiederhergestellt. Dadurch, dass Natriumionen im Austausch gegen Kaliumionen die Zelle verlassen, stellt sich die ursprüngliche Ionenverteilung des Ruhepotentials ([[extrazellulär]] mehr Natriumionen, [[intrazellulär]] mehr Kaliumionen) wieder ein.  
  
Wenn die Inaktivierungstore der spannungsabhängigen Natriumkanäle wieder geöffnet werden, kann  erneut ein [[Aktionspotential]] ausgelöst werden. Die Zeit bis zum Öffnen der Inaktivierungstore nennt man [[Refraktärzeit]]. Sie beträgt etwa 2 Millisekunden (ms).
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Sobald wieder spannungsabhängige [[Natriumkanal|Natriumionen-Kanäle]] aus der Inaktivität heraus wieder aktiviert sind, lässt sich ein weiteres Aktionspotenzial auslösen.
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Die Zeit bis zum Öffnen der Inaktivierungstore nennt man [[Refraktärzeit]]. Die Zeit in der alle [[Natriumkanal|Natriumionen-Kanäle]] noch inaktiviert sind, ist die absolute Refraktärzeit. Sobald wieder [[Natriumkanal|Natriumionen-Kanäle]] aktivierbar sind, spricht man von der relativen Refraktärzeit, in der zwar ein Aktionspotenzial auslösbar ist, jedoch nur mit geringerer Amplitude.
 
[[Fachgebiet:Physiologie]]
 
[[Fachgebiet:Physiologie]]
 
[[Tag:Nervenzelle]]
 
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Version vom 17. Juli 2013, 15:00 Uhr

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Englisch: repolarisation

1 Definition

Unter Repolarisation versteht man die Wiederherstellung des Ruhepotentials einer Zelle, insbesondere einer Nervenzelle durch Umverteilung von Ionen an der Zellmembran.

2 Physiologie

Die Repolarisation ist ein physiologischer Prozess, der auf die Depolarisation folgt.

Bereits während der Depolarisation werden immer mehr spannungsabhängige Natriumionen-Kanäle durch das Schließen von Inaktivierungstoren undurchlässig für Natriumionen, wodurch es zu keinem weiteren Anstieg des Membranpotentials kommt.

Gleichzeitig aktiviert, aber verzögert geöffnet werden die sich in der Zellmembran befindlichen spannungsaktivierten Kaliumkanäle (HERG-Kanäle), was zu einem starken Ausstrom von Kaliumionen entlang dem Konzentrationsgefälle führt. Durch den Ausstrom der Kaliumionen sinkt das Membranpotential ab und kehrt nach einer kurzen Hyperpolarisation wieder zum Ruhepotential zurück.

Durch die Natrium-Kalium-Pumpe wird die ursprüngliche Ionenverteilung wiederhergestellt. Dadurch, dass Natriumionen im Austausch gegen Kaliumionen die Zelle verlassen, stellt sich die ursprüngliche Ionenverteilung des Ruhepotentials (extrazellulär mehr Natriumionen, intrazellulär mehr Kaliumionen) wieder ein.

Sobald wieder spannungsabhängige Natriumionen-Kanäle aus der Inaktivität heraus wieder aktiviert sind, lässt sich ein weiteres Aktionspotenzial auslösen. Die Zeit bis zum Öffnen der Inaktivierungstore nennt man Refraktärzeit. Die Zeit in der alle Natriumionen-Kanäle noch inaktiviert sind, ist die absolute Refraktärzeit. Sobald wieder Natriumionen-Kanäle aktivierbar sind, spricht man von der relativen Refraktärzeit, in der zwar ein Aktionspotenzial auslösbar ist, jedoch nur mit geringerer Amplitude.

Diese Seite wurde zuletzt am 26. März 2014 um 20:11 Uhr bearbeitet.

Dann ändern Sie den Text doch bitte. Wir freuen uns über Kritik - aber noch besser finden wir "Mitmachen". Was da steht, wird so auch in vielen Lehrbüchern verbreitet.
#2 am 11.06.2013 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Der vorletzte Absatz ist bedauerlicherweise völlig falsch. Konzentrationsänderungen für Na+ und K+ haben ursächlich mit dem Aktionspotenzial nichts zu tun - sie ändern sich praktisch nicht.
#1 am 09.04.2013 von Prof. Dr. Lutz Pott (Biochemiker/in | Pharmakologe/in | Toxikologe/in)

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