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Rektum: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Rektum ist beim Erwachsenen ca. 12-15 cm lang und befindet sich im [[kleines Becken|kleinen Becken]]. Es beginnt auf der Höhe des [[Os sacrum]] und zieht sich in einer dorsalen ([[Flexura sacralis]]) und einer ventralen Krümmung ([[Flexura perinealis]]) nach [[anal]], wo es im Bereich des [[Kontinenzorgan]]s in den After übergeht. In seinem Verlauf liegt das Rektum zum größten Teil [[retroperitoneal]] bzw. [[extraperitoneal]]. Es ist nur in seinem oberen Bereich von einer [[Serosa]]-Schicht überzogen.
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Das Rektum ist beim Erwachsenen ca. 12-15 cm lang und befindet sich im [[kleines Becken|kleinen Becken]]. Es beginnt auf der Höhe des [[Os sacrum]] und zieht sich in einer dorsalen ([[Flexura sacralis]]) und einer ventralen Krümmung ([[Flexura perinealis]]) nach [[anal]], wo es im Bereich des [[Kontinenzorgan]]s in den After übergeht. In seinem Verlauf liegt das Rektum zum größten Teil [[retroperitoneal]] bzw. [[extraperitoneal]] ([[Rectum fixum]]). Nur ein kleiner kranialer Abschnitt des Rektums liegt manchmal auch [[intraperitoneal]] ([[Rectum mobile]]).
  
Im Gegensatz zu anderen Abschnitten des Dickdarmes weist das Rektum keine [[Tänie]]n und [[Haustren]] auf. Im Innern des Darmrohrs finden sich jedoch zahlreiche Falten, die [[Plicae transversales recti]]. Die prominenteste Falte wird [[Kohlrausch-Falte]] genannt. Sie findet sich etwa 6-8 cm [[oral]] des [[Anus]] und stellt den Beginn der [[Ampulla recti]] dar, in welcher der [[Stuhl]] gesammelt wird. Die Ampulla recti geht weiter [[kaudal]] an der [[Junctio anorectalis]] in den [[Analkanal]] mit seinem [[Schließapparat]] über.
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Im Innern des Darmrohrs finden sich zahlreiche Falten, die [[Plicae transversales recti]]. Die prominenteste dieser Falten wird [[Kohlrausch-Falte]] genannt. Sie findet sich etwa 6-8 cm [[oral]] des [[Anus]] und stellt den Beginn der [[Ampulla recti]] dar. Die Ampulla recti geht weiter [[kaudal]] an der [[Junctio anorectalis]] in den [[Analkanal]] mit seinem [[Schließapparat]] über.
  
 
Die Umschlagfalte zwischen Rektum und [[Harnblase]] bezeichnet man beim Mann als [[Excavatio rectovesicalis]]. Bei der Frau entstehen durch den dort befindlichen [[Uterus]] zwei Umschlagsfalten, die [[Excavatio rectouterina]] (Douglas-Raum) und die [[Excavatio vesicouterina]].
 
Die Umschlagfalte zwischen Rektum und [[Harnblase]] bezeichnet man beim Mann als [[Excavatio rectovesicalis]]. Bei der Frau entstehen durch den dort befindlichen [[Uterus]] zwei Umschlagsfalten, die [[Excavatio rectouterina]] (Douglas-Raum) und die [[Excavatio vesicouterina]].
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Um das Rektum herum schließen sich mehrere, miteinander verbundende [[Spaltraum|Spalträume]] an, z.B. das [[Spatium pararectale]] und das [[Spatium retrorectale]].
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Statt der ''Plicae semilunares'' finden sich in der Rektumschleimhaut die [[Plicae transversales recti|Plicae transversae recti]] aufgeworfen. Statt der longitudinalen Tänien besitzt die [[Tunica muscularis]] des Rektums ein durchgehendes, rundum geschlossenes [[Stratum longitudinale]] (Längsmuskelschicht).
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Embryologisch entsteht nur der Rektumabschnitt oberhalb der [[Linea anorectalis]] - gemeinsam mit dem Colon - aus dem [[Endoderm|endodermalen]] [[Hinterdarm]]. Der [[Canalis analis]] entsteht aus der [[Ektoderm|ektodermalen]] [[Analbucht]].
  
 
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* Die [[Vena rectalis media|Venae rectales mediae]] und der [[Venae rectales inferiores]] fließen beidseits über die [[Vena iliaca interna]] in die [[Vena cava inferior]] ab.  
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* Die [[Vena rectalis media|Venae rectales mediae]] und die [[Venae rectales inferiores]] fließen beidseits über die [[Vena iliaca interna]] in die [[Vena cava inferior]] ab.  
  
 
Medikamente, die als [[Suppositorium|Suppositorien]] in den Mastdarm eingeführt werden, gelangen aufgrund dieser Abflussverhältnisse zum großen Teil unter Umgehung der [[Leber]] direkt in das Blut.
 
Medikamente, die als [[Suppositorium|Suppositorien]] in den Mastdarm eingeführt werden, gelangen aufgrund dieser Abflussverhältnisse zum großen Teil unter Umgehung der [[Leber]] direkt in das Blut.
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Die vegetative Innervation des Rektums erfolgt über den [[Plexus rectalis superior]] und den [[Plexus rectalis medius]], die Fasern des [[Plexus mesentericus inferior]] sowie des [[Plexus hypogastricus inferior]] empfangen.
  
 
==Histologie==
 
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* [[Periproktischer Abzsess]]
 
* [[Periproktischer Abzsess]]
 
* [[Hämorrhoiden]]
 
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Aktuelle Version vom 8. Oktober 2020, 13:16 Uhr

von lateinisch: rectus - gerade
Synonyme: Intestinum rectum, Rectum, Mastdarm
Englisch: rectum

1 Definition

Als Rektum bezeichnet man den Abschnitt des Dickdarms, der das Colon sigmoideum mit dem After verbindet.

2 Anatomie

Das Rektum ist beim Erwachsenen ca. 12-15 cm lang und befindet sich im kleinen Becken. Es beginnt auf der Höhe des Os sacrum und zieht sich in einer dorsalen (Flexura sacralis) und einer ventralen Krümmung (Flexura perinealis) nach anal, wo es im Bereich des Kontinenzorgans in den After übergeht. In seinem Verlauf liegt das Rektum zum größten Teil retroperitoneal bzw. extraperitoneal (Rectum fixum). Nur ein kleiner kranialer Abschnitt des Rektums liegt manchmal auch intraperitoneal (Rectum mobile).

Im Innern des Darmrohrs finden sich zahlreiche Falten, die Plicae transversales recti. Die prominenteste dieser Falten wird Kohlrausch-Falte genannt. Sie findet sich etwa 6-8 cm oral des Anus und stellt den Beginn der Ampulla recti dar. Die Ampulla recti geht weiter kaudal an der Junctio anorectalis in den Analkanal mit seinem Schließapparat über.

Die Umschlagfalte zwischen Rektum und Harnblase bezeichnet man beim Mann als Excavatio rectovesicalis. Bei der Frau entstehen durch den dort befindlichen Uterus zwei Umschlagsfalten, die Excavatio rectouterina (Douglas-Raum) und die Excavatio vesicouterina.

Um das Rektum herum schließen sich mehrere, miteinander verbundende Spalträume an, z.B. das Spatium pararectale und das Spatium retrorectale.

2.1 Morphologische Besonderheiten

Im Gegensatz zu anderen Abschnitten des Dickdarmes verliert das Darmrohr am sigmoideorektalen Übergang die typischen Kennzeichen des Colons:

Statt der Plicae semilunares finden sich in der Rektumschleimhaut die Plicae transversae recti aufgeworfen. Statt der longitudinalen Tänien besitzt die Tunica muscularis des Rektums ein durchgehendes, rundum geschlossenes Stratum longitudinale (Längsmuskelschicht).

Embryologisch entsteht nur der Rektumabschnitt oberhalb der Linea anorectalis - gemeinsam mit dem Colon - aus dem endodermalen Hinterdarm. Der Canalis analis entsteht aus der ektodermalen Analbucht.

2.2 Arterielle Versorgung

Die arterielle Versorgung des Rektums erfolgt im wesentlichen durch 3 Arterien:

2.3 Venöse Versorgung

Die gleichnamigen Venen des Rektums haben unterschiedliche Abflüsse:

Medikamente, die als Suppositorien in den Mastdarm eingeführt werden, gelangen aufgrund dieser Abflussverhältnisse zum großen Teil unter Umgehung der Leber direkt in das Blut.

2.4 Innervation

Die vegetative Innervation des Rektums erfolgt über den Plexus rectalis superior und den Plexus rectalis medius, die Fasern des Plexus mesentericus inferior sowie des Plexus hypogastricus inferior empfangen.

3 Histologie

Wie auch die anderen Abschnitte des Intestinaltraktes weist das Rektum einen fünfschichtigen Wandaufbau auf, der sich von innen nach außen folgendermaßen gestaltet:

4 Funktion

Durch das Zusammenwirken mit der Muskulatur des Kontinenzorganes dient das Rektum der Speicherung des Stuhles und ermöglicht eine willentliche und zeitlich steuerbare Defäkation. Durch die Dehnung der Rektalwand erhöht sich reflektorisch der Muskeltonus des Sphinkterorgans, so dass die Kontinenz gewährleistet ist.

5 Klinik

Eine Entzündung der Darmwand des Rektums bezeichnet man als Proktitis. Weitere klinisch relevante Erkrankungen des Rektum sind u.a.:

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Oktober 2020 um 13:16 Uhr bearbeitet.

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