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Rechtsherzkatheteruntersuchung: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter der '''Rechtsherzkatheteruntersuchung''' versteht man das Einführen eines ein- oder dreilumigen [[Katheter]]s, in eine [[zentral]]e oder [[Peripher|periphere]] [[Vene]], zur Untersuchung und Darstellung der Druckverhältnisse im rechten [[Herz]]en.  
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Die '''Rechtsherzkatheteruntersuchung''' ist ein [[invasiv]]es diagnostisches Verfahren aus der [[Kardiologie]], das u.a. zur Untersuchung der Druckverhältnisse im rechten [[Herz]]en und in den [[Pulmonalarterie]]n dient.
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Bei der Untersuchung wird eine [[zentral]]e oder [[Peripher|periphere]] [[Vene]] [[Punktion|punktiert]] und ein dünnwandiger [[Ballonkatheter]] ([[Einschwemmkatheter]]) eingebracht. Der Katheter wird unter [[Röntgenkontrolle]] über den rechten [[Herzvorhof]] und die rechte [[Herzkammer]] bis in die Pulmonalarterien vorgeschoben.
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In den verschiedenen Passagen werden die jeweiligen Druckverhältnisse ermittelt. Darüber hinaus ermöglicht der Katheter die Messung des [[Lungenkapillaren-Verschlussdruck|Lungenkapillaren-Verschlussdruck]]s (PCWP). Der Ballon wird dazu kurzzeitig in einer zweit- oder drittgradigen Abzweigung einer Pulmonalarterie "eingekeilt". Durch den aufgeblasenen Ballon findet eine Blockierung des Blutstroms statt, so dass der [[distal]] des Ballons herrschende "[[Wedge-Druck]]" ermittelt werden kann. Der PCWP entspricht nahezu dem enddiastolischen Druck im linken Herzvorhof.
  
==Durchführung und Hintergrund==
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Mit dem dreilumigen Pulmonalis-Katheter [[Swan-Ganz-Katheter|nach Swan und Ganz]] kann des Weiteren das [[Herzzeitvolumen]] (HZV) mit Hilfe der [[Thermodilution]]smethode bestimmt werden. Auch kann an gewählten Orten eine [[Blutprobe]] zur Bestimmung der [[Sauerstoffsättigung]] entnommen werden.
Ein ein- oder dreilumiger [[Ballonkatheter]], wird in eine [[Peripher|periphere]] oder [[zentral]]e [[Vene]] eingebracht und mit aufgeblasenem Ballon, mit dem [[Blutstrom]] in Richtung [[Herz]] geschoben. Von dortaus findet eine kontinuierliche Messung und Registrierung der jeweiligen Druckverhältnisse in der [[Pulmonalarterie]] statt. Der Ballon ''keilt'' sich dann in einer zweit- oder drittgradigen Abzweigung der Pulmonalarterie ein. Durch den aufgeblasenen Ballon findet eine Blockierung des Blutstrohms statt. Wenn die Blockierung der Abzweigung vorliegt, wird der [[distal]] des Ballon herrschende [[Lungenkapillaren-Verschlussdruck|Lungenkapillare-Verschlussdruck]] ([[PCWP]]) ermittelt. Der PCWP entsprich nahezu dem linksarteriellen Druck und damit dem [[Venendruck]] im [[Lungenkreislauf|kleinen Körperkreislauf]].<BR>
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Bei dem dreilumigen Pulmonalis-Katheter ''nach Swan und Ganz'', kann des Weiteren das [[Herzzeitvolumen]] mittel [[Thermodilution]]smethode bestimmt werden. Auch kann an gewählten Orten eine [[Blutprobe]] entnommen werden, zur Bestimmung der [[Sauerstoffsättigung]].  
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==Indikation==
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==Indikationen==
 
* [[Linksventrikulär]]e [[Funktionsstörung]], z.B. [[Linksherzinsuffizienz]]
 
* [[Linksventrikulär]]e [[Funktionsstörung]], z.B. [[Linksherzinsuffizienz]]
* [[Lungenembolie]]
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* [[Lungenembolie]] ([[Pulmonalisangiografie]])
 
* [[Chronisch]]e [[pulmonale Hypertonie]]
 
* [[Chronisch]]e [[pulmonale Hypertonie]]
 
* [[Cor pulmonale]]
 
* [[Cor pulmonale]]
 
* Funktionsstörungen der [[Trikuspidalklappe|Trikuspidal-]] oder [[Pulmonalklappe]]
 
* Funktionsstörungen der [[Trikuspidalklappe|Trikuspidal-]] oder [[Pulmonalklappe]]
* Im [[intensivmedizin]]ischen Bereich zur [[hämodynamisch]]en [[Überwachung]]
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In der [[Intensivmedizin]] wird der Rechtsherzkatheter zur [[hämodynamisch]]en [[Überwachung]] eingesetzt.
  
 
==Quellen==
 
==Quellen==

Version vom 29. März 2015, 10:24 Uhr

Synonyme: Pulmonalis-Katheter, "kleiner Herzkatheter'"'

1 Definition

Die Rechtsherzkatheteruntersuchung ist ein invasives diagnostisches Verfahren aus der Kardiologie, das u.a. zur Untersuchung der Druckverhältnisse im rechten Herzen und in den Pulmonalarterien dient.

2 Durchführung

Bei der Untersuchung wird eine zentrale oder periphere Vene punktiert und ein dünnwandiger Ballonkatheter (Einschwemmkatheter) eingebracht. Der Katheter wird unter Röntgenkontrolle über den rechten Herzvorhof und die rechte Herzkammer bis in die Pulmonalarterien vorgeschoben.

In den verschiedenen Passagen werden die jeweiligen Druckverhältnisse ermittelt. Darüber hinaus ermöglicht der Katheter die Messung des Lungenkapillaren-Verschlussdrucks (PCWP). Der Ballon wird dazu kurzzeitig in einer zweit- oder drittgradigen Abzweigung einer Pulmonalarterie "eingekeilt". Durch den aufgeblasenen Ballon findet eine Blockierung des Blutstroms statt, so dass der distal des Ballons herrschende "Wedge-Druck" ermittelt werden kann. Der PCWP entspricht nahezu dem enddiastolischen Druck im linken Herzvorhof.

Mit dem dreilumigen Pulmonalis-Katheter nach Swan und Ganz kann des Weiteren das Herzzeitvolumen (HZV) mit Hilfe der Thermodilutionsmethode bestimmt werden. Auch kann an gewählten Orten eine Blutprobe zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung entnommen werden.

3 Indikationen

In der Intensivmedizin wird der Rechtsherzkatheter zur hämodynamischen Überwachung eingesetzt.

4 Quellen

  • Basislehrbuch Innere Medizin, Renz-Polster & Krautzig, 4. Auflage 2008, Urban & Fischer Verlag

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