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Rebound-Phänomen: Unterschied zwischen den Versionen

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Als Rebound-Phänomen werden in unterschiedlichen Fachbereichen der Medizin verschiedene Sachverhalte bezeichnet.
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Das Rebound-Phänomen tritt physiologisch beim Gesunden auf, wenn Kraft gegen einen Widerstand angewendet wird (Patient drückt Arm des Untersuchers herunter) und bei Nachlassen des Widerstands schlagartig die Kraftaufwendung beendet wird.
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Das '''Rebound-Phänomen''' tritt [[physiologisch]] beim Gesunden auf, wenn Kraft gegen einen Widerstand angewendet wird (Patient drückt Arm des Untersuchers herunter) und bei Nachlassen des Widerstands schlagartig die Kraftaufwendung beendet wird.
  
 
Ein fehlendes Rebound-Phänomen zeichnet sich durch überschiessende Kraftanwendung nachdem der Widerstand durch den Untersucher reduziert wird. Das Fehlen des physiologischen Rebounds wird in diesem Sinne auch als positives Rebound-Phänomen bezeichnet.
 
Ein fehlendes Rebound-Phänomen zeichnet sich durch überschiessende Kraftanwendung nachdem der Widerstand durch den Untersucher reduziert wird. Das Fehlen des physiologischen Rebounds wird in diesem Sinne auch als positives Rebound-Phänomen bezeichnet.
  
Es kommt vor allem bei gleichseitiger Erkrankung des Kleinhirns vor und liegt in einer gestörten Bewegungskoordination von muskulären Agonisten und Antagonisten.
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Es kommt vor allem bei gleichseitiger Erkrankung des [[Kleinhirn]]s vor und liegt in einer gestörten Bewegungskoordination von [[muskulär]]en [[Agonist]]en und [[Antagonist]]en begründet.
  
 
==Pharmakologie==
 
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Synonym: Rebound-Effekt
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Das Rebound-Phänomen beschreibt in der Pharmakologie eine überschiessende Gegenreaktion bei abruptem Absetzen eines Medikaments. Klassische Beispiele sind die vermehrte Angstempfindung nach Absetzen von Benzodiazepinen oder auch die Neigung zu Tachykardien nach abruptem Absetzen von Betablockern.
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Das '''Rebound-Phänomen''' beschreibt in der [[Pharmakologie]] eine überschiessende Gegenreaktion bei abruptem Absetzen eines [[Medikament]]s. Klassische Beispiele sind die vermehrte Angstempfindung nach Absetzen von [[Benzodiazepin]]en oder auch die Neigung zu [[Tachykardie]]n nach abruptem Absetzen von [[Betablocker]]n.
  
 
==Endokrinologie==
 
==Endokrinologie==
Synonym: Rebound-Effekt
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''Synonym: Rebound-Effekt''
  
Rebound-Phänomene in der Endokrinologie treten auf, wenn nach Beendigung einer längeren Therapie mit Hormonen durch spezielle pathophysiologische Prozesse, eine Verschlechterung des ursprünglich behandelten Befundes eintritt. Ein Beispiel ist die Behandlung einer Struma mit Thyroxin. Wird Thyroxin abgesetzt und es erfolgt keine Anschlussbehandlung mit Jodid, so wächst die Schilddrüse erneut an, da durch die vorige Thyroxin-Therapie eine funktionelle Jodverarmung der Schilddrüse entstanden ist.
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Rebound-Phänomene in der [[Endokrinologie]] treten auf, wenn nach Beendigung einer längeren Therapie mit [[Hormon]]en durch spezielle pathophysiologische Prozesse, eine Verschlechterung des ursprünglich behandelten Befundes eintritt.  
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Ein Beispiel ist die Behandlung einer [[Struma]] mit [[Thyroxin]]. Wird Thyroxin abgesetzt und es erfolgt keine Anschlussbehandlung mit [[Jodid]], so wächst die [[Schilddrüse]] erneut an, da durch die vorige Thyroxin-Therapie eine funktionelle Jodverarmung der Schilddrüse entstanden ist.
  
 
==Strahlentherapie==
 
==Strahlentherapie==
Synonym: Rückstreuung
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Englisch: back scatter
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In der Strahlentherapie beschreibt das Rebound-Phänomen den Anteil der Strahlung, die von tiefen Geweben auf die oberflächlicher gelegene Haut zurückgestreut wird.
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In der '''Strahlentherapie''' beschreibt das Rebound-Phänomen den Anteil der Strahlung, die von tiefen [[Gewebe]]n auf die oberflächlicher gelegene [[Haut]] zurückgestreut wird.
 
[[Fachgebiet:Terminologie]]
 
[[Fachgebiet:Terminologie]]

Version vom 21. August 2007, 02:31 Uhr

1 Definition

Als Rebound-Phänomen werden in unterschiedlichen Fachbereichen der Medizin verschiedene Sachverhalte bezeichnet.

2 Neurologie

Synonym: Rückstoßphänomen
Englisch: rebound phenomenon

Das Rebound-Phänomen tritt physiologisch beim Gesunden auf, wenn Kraft gegen einen Widerstand angewendet wird (Patient drückt Arm des Untersuchers herunter) und bei Nachlassen des Widerstands schlagartig die Kraftaufwendung beendet wird.

Ein fehlendes Rebound-Phänomen zeichnet sich durch überschiessende Kraftanwendung nachdem der Widerstand durch den Untersucher reduziert wird. Das Fehlen des physiologischen Rebounds wird in diesem Sinne auch als positives Rebound-Phänomen bezeichnet.

Es kommt vor allem bei gleichseitiger Erkrankung des Kleinhirns vor und liegt in einer gestörten Bewegungskoordination von muskulären Agonisten und Antagonisten begründet.

3 Pharmakologie

Synonym: Rebound-Effekt
Englisch: rebound effect

Das Rebound-Phänomen beschreibt in der Pharmakologie eine überschiessende Gegenreaktion bei abruptem Absetzen eines Medikaments. Klassische Beispiele sind die vermehrte Angstempfindung nach Absetzen von Benzodiazepinen oder auch die Neigung zu Tachykardien nach abruptem Absetzen von Betablockern.

4 Endokrinologie

Synonym: Rebound-Effekt

Rebound-Phänomene in der Endokrinologie treten auf, wenn nach Beendigung einer längeren Therapie mit Hormonen durch spezielle pathophysiologische Prozesse, eine Verschlechterung des ursprünglich behandelten Befundes eintritt.

Ein Beispiel ist die Behandlung einer Struma mit Thyroxin. Wird Thyroxin abgesetzt und es erfolgt keine Anschlussbehandlung mit Jodid, so wächst die Schilddrüse erneut an, da durch die vorige Thyroxin-Therapie eine funktionelle Jodverarmung der Schilddrüse entstanden ist.

5 Strahlentherapie

Synonym: Rückstreuung
Englisch: back scatter

In der Strahlentherapie beschreibt das Rebound-Phänomen den Anteil der Strahlung, die von tiefen Geweben auf die oberflächlicher gelegene Haut zurückgestreut wird.

Diese Seite wurde zuletzt am 21. August 2007 um 09:27 Uhr bearbeitet.

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