Ranibizumab

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1 Definition

Ranibizumab ist ein humanisiertes rekombinantes monoklonales Antikörperfragment (rhuFab V2), das zur Therapie der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration, sowie der des diabetischen Makulaödems eingesetzt wird. Es gehört zur Gruppe der VEGF-Inhibitoren und fungiert als Angiogenesehemmer, der die Ausbildung von neuen Blutgefäßen durch Blockade der entsprechenden Wachstumsfaktoren unterbindet. Ähnliche Wirkstoffe werden in der Krebstherapie angewendet.

2 Synthese

Es handelt sich bei dem Ranibizumab um ein Fragment des monoklonalen Antikörpers Bevacizumab. Dieses wird unter Zuhilfenahme von rekombinanter DNA aus dem Bakterium Escherichia coli hergestellt.

3 Wirkmechanismus

Ranibizumab bindet an den für die Angiogenese essentiellen Wachstumsfaktor VEGF. Dadurch verhindert der Arzneistoff die Rezeptoraktivierung und die Auslösung intrazellulärer Signalkaskaden, was zu einer Unterdrückung der Endothelzelltentwicklung und damit der Neubildung von Gefäßen führt.

4 Anwendungsgebiete

Die Anwendung erfolgt ausschließlich in der Augenheilkunde zur Behandlung der/des

5 Anwendung

Intravitreale Injektion in den Glaskörper des Auges.

6 Dosierung

  • 0,5 mg verabreicht als intravitreale Injektion. Das Zeitintervall zwischen zwei Injektionen in dasselbe Auge sollte mindestens vier Wochen betragen.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

7 Nebenwirkungen

8 Geschichte

  • Entwicklung und Vermarktung durch das Unternehmen Genentech, eines Tochterunternehmens der Schweizer Pharmafirmen Hoffman-La Roche und Novartis
  • 2006: Zulassung von Ranibizumab in der Schweiz und den USA
  • 2007 erfolgte die Zulassung des Produktes durch die EU-Kommission für alle Staaten der EU

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Ranibizumab&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Ranibizumab

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Februar 2019 um 20:25 Uhr bearbeitet.

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