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QT-Verlängerung

Version vom 19. Januar 2019, 11:38 Uhr von Eric Kropf (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Der Begriff der QT-Verlängerung entstammt dem Fachbereich der Kardiologie und beschreibt ein Überschreiten der physiologischen intraventrikulären Erregungsdauer des Herzens. Eine QT-Verlängerung liegt vor, wenn im Elektrokardiogramm zwischen dem Beginn der Q-Zacke und dem Ende der T-Welle eine Zeit von 550ms überschritten wird.

2 Ursache

Die Auslöser der QT-Verlängerung sind gegenwärtig (2019) Gegenstand der Forschung. Bislang werden angeborene, erworbene und sporadisch auftretende QT-Verlängerungen unterschieden.

2.1 angeborene QT-Verlängerungen

QT-Zeit-Verlängerungen können vererbt werden. Bekannte, aber insgesamt seltene Krankheitsbilder sind hierbei das Jervell-Lange-Nielsen-Syndrom, sowie das Romano-Ward-Syndrom. Hierbei werden betroffene Personen oft schon im Kindesalter symptomatisch.

2.2 erworbene QT-Verlängerungen

Häufiger als angeborenen Formen sind erworbene QT-Verlängerungen. Diese sind nicht selten iatrogen durch Medikamentengabe verursacht. Insbesondere Antiarrhythmika Der Klassen I und III verursachen häufig entsprechende EKG-Veränderungen, weshalb vor allem bei Beginn einer Therapie mit diesen Medikamenten regelmäßige EKG-Kontrollen obligat sind. Weitere Auslöser können Antidepressiva, Antihistaminika, Antibiotika (Erythromycin, Cotrimoxazol) oder hypokaliämische Zustände sein.

2.3 sporadische QT-Verlängerungen

Hierbei handelt es sich um einen Sammelbegriff für QT-Verlängerungen, die nicht vererbt sind und ohne ersichtliche Auslöser auftreten.

3 klinische Bedeutung

Zwar sind viele Menschen mit einer Verlängerungen der QT-Zeit asymptomatisch, jedoch können derartige Veränderungen bei betroffenen Personen das Bild eines Long-QT-Syndroms herbeiführen. Die hierbei mögliche Symptomatik reicht von Schwindel und Unwohlsein bis hin zu Präsynkopen und Synkopen und kann im Extremfall in maligne Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern münden. Patienten mit solchen EKG-Veränderungen sollten daher engmaschig kardiologisch überwacht werden. Auch die prophylaktische Implantation eines Defibrillators (ICD) um etwaig auftretende Herzrhythmusstörungen schnell zu limitieren, kann hierbei eine Option sein.

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