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Q-Fieber

Version vom 6. April 2008, 16:42 Uhr von 80.135.111.252 (Diskussion)

Englisch: Q fever

1 Definition

Unter dem Q-Fieber versteht man eine Infektion mit Coxiella burnetii.

2 Epidemiologie

Die Infektion erfolgt durch die Inhalation von erregerhaltigem Staub, in dem Coxiella burnetii durch die Ausbildung einer sporenähnlichen Struktur über Monate überleben können.

Die Erreger befinden sich vor allem in Schafen, Rindern, Ziegen sowie Beuteltieren, wobei sie über Urin, Kot, Milch, Plazenta und Amnionflüssigkeit ausgeschieden werden.

3 Geschichte

Das Q-Fieber wurde zuerst von Edward Holbrook Derrick beschrieben. Derrick beobachtete die Erkrankung bei Schlachthausarbeitern in Australien. "Q" stand dabei für "query", da der auslösende Mikroorganismus unbekannt war. Coxiella burnetii wurde dann erstmals 1937 von Frank Macfarlane Burnet und Mavis Freeman isoliert und ursprünglich den Rickettsien zugeordnet.

4 Klinik

Symptome des Q-Fiebers können akut nach Inhalation der Erreger auftreten - es ist jedoch auch eine inapparente Persistenz der Erreger im menschlichen Organismus über lange Zeit möglich, die von einer akut auftretenden Vermehrung mit dem Auftreten von Symptomen gefolgt wird.

Da die Erreger über die Atemwege aufgenommen werden, manifestiert sich das Q-Fieber durch die Symptome einer atypischen Pneumonie in Kombination mit Myalgien und Cephalgien. Das Auftreten einer Myokarditis und einer Endokarditis sowie einer Hepatitis ist möglich, kommt jedoch nur selten vor.

Die Letalität ist geringer als ein Prozent. Erkrankung und Tod müssen in Deutschland nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldet werden.

5 Nachweis

Der Nachweis erfolgt in der Regel über die Serologie mittels Komplementbindungsreaktion, wobei die Unterscheidung zwischen einer lokalisierten und einer generalisierten Infektion möglich ist.

Die Infektion kann ebenfalls über die indirekte Mikroimmunfluoreszenz nachgewiesen werden.

6 Therapie

Eine Infektion wird durch die Einnahme von Tetrazyklinen über mehrere Monate behandelt.

Diese Seite wurde zuletzt am 23. September 2020 um 11:13 Uhr bearbeitet.

Quelle ergänzt. Auf jeden Fall sind es mehrere Monate, wobei der konkrete Zeitraum unter Alltagsbedingungen eher spekulativ ist. Das gilt auch für die Angabe des RKI. Es scheint sich noch kein Forscher die Mühe gemacht zu haben, sich neben eine Coxielle zu setzen und sie über Jahre kontemplativ in ihrem Sporenstadium zu beobachten. BTW: Es wäre nett, wenn du solche Dinge recherchierst und selbst änderst. Einfach Button "Bearbeiten" klicken.
#2 am 12.07.2019 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Peter Hartz
Überlebensfähigkeit im Artikel von lediglich Monaten nicht richtig. Erreger schafft es "in Staub, auf Heu, Wolle usw. jahrelang zu überleben". Quelle: RKI
#1 am 08.07.2019 von Peter Hartz (Student/in (andere Fächer))

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