Putrescin

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Chemische Bezeichnung: Tetramethylendiamin (1,4-Diaminobutan)
Englisch: putrescine

1 Definition

Putrescin entsteht durch Decarboxylierung bei Eiweißfäulnis aber auch im lebenden Organismus durch die Wirkung des Enzyms Ornithindecarboxylase aus der Vorstufe Ornithin. Es ist ein nicht-toxisches biogenes Amin.

2 Hintergrund

Putrescin entsteht auch in Fleisch. Die Menge des gebildeten Putrescins steigt mit der Dauer der Lagerung des Fleisches. Daher ist die Putrescinmenge in der Lebensmittelhygiene ein Indikator für die Frische.

Bei der Verwesung von Leichen entsteht ebenfalls Putrescin und trägt zum unangenehmen Verwesungsgeruch bei. Putrescin wird oft fälschlicherweise als Bestandteil von Leichengift (ptomain, griechisch Leichnam) betrachtet.

Im gesunden Organismus ist Putrescin ein Wachstumsfaktor für die Zellteilung.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Putrescin&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Putrescin

Fachgebiete: Biochemie

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