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Puromycin

Version vom 10. September 2015, 20:34 Uhr von Daniel Wessling (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Puromycin ist ein Nukleosid-Antibiotikum, das aus Streptomyceten isoliert wird.

2 Chemie

Das Antibiotikum Puromycin besitzt einen ähnlichen Aufbau wie das 3'-Ende eines Aminoacyl-tRNA-Moleküls, wodurch Puromycin in die A-Stelle eines Ribosoms eintreten kann. Nach Eintritt des Puromycins in die A-Stelle, überträgt die Peptidyltransferase die wachsende Polypeptidkette auf die freie Aminogruppe des Puromycins. Das Produkt dieser Reaktion (sog. Peptidylpuromycin) wird nur schwach in der A-Stelle gebunden, aber danach nicht in die P-Stelle transloziert, sondern rasch vom Ribosom freigesetzt.

Puromycin führt somit zum Abbruch der Synthese des Polypeptids, d.h. zum Kettenabbruch der Proteinbiosynthese, wodurch die Translation ebenfalls abgebrochen wird.

3 Wirkung

Die Wirkung des Antibiotikums Puromycin basiert auf der Bildung einer Peptidbindung zwischen Puromycin (gebunden an der A-Stelle des Ribosoms) und der wachsenden Peptidkette (gebunden an tRNA in der P-Stelle).

4 Verwendung

Da Puromycin gleichermaßen eukaryotische und prokaryotische Zellen angreift, wird es ausschließlich im Bereich der Forschung verwendet.

Tags:

Fachgebiete: Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 10. September 2015 um 20:34 Uhr bearbeitet.

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