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Puromycin: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Antibiotikum''' Puromycin besitzt einen ''ähnlichen Aufbau'' wie das '''3'-Ende''' eines '''Aminoacyl-tRNA-Moleküls''', wodurch Puromycin in die '''A-Stelle eines Ribosoms eintreten''' kann. Nach Eintritt des Puromycins in die A-Stelle, überträgt die Peptidyltransferase die '''wachsende Polypeptidkette''' auf die ''freie Aminogruppe des Puromycins''. Das Produkt dieser Reaktion (sog. Peptidylpuromycin) wird nur schwach in der A-Stelle gebunden, aber danach nicht in die P-Stelle transloziert, sondern rasch vom Ribosom freigesetzt.
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'''Puromycin''' ist ein [[Nukleosid-Antibiotikum]], das aus [[Streptomyces|Streptomyceten]] isoliert wird.
  
Puromycin führt somit zum Abbruch der Synthese des Polypeptids, d.h. zum Kettenabbruch der Proteinbiosynthese, wodurch die '''Translation ebenfalls abgebrochen''' wird.
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Das [[Antibiotikum]] Puromycin besitzt einen ähnlichen Aufbau wie das 3'-Ende eines Aminoacyl-tRNA-Moleküls, wodurch Puromycin in die A-Stelle eines [[Ribosom]]s eintreten kann. Nach Eintritt des Puromycins in die A-Stelle, überträgt die Peptidyltransferase die wachsende Polypeptidkette auf die freie Aminogruppe des Puromycins. Das Produkt dieser Reaktion (sog. Peptidylpuromycin) wird nur schwach in der A-Stelle gebunden, aber danach nicht in die P-Stelle transloziert, sondern rasch vom Ribosom freigesetzt.
  
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Puromycin führt somit zum Abbruch der Synthese des Polypeptids, d.h. zum Kettenabbruch der Proteinbiosynthese, wodurch die [[Translation]] ebenfalls abgebrochen wird.
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==Wirkung==
 
Die Wirkung des Antibiotikums Puromycin basiert auf der Bildung einer Peptidbindung zwischen Puromycin (gebunden an der A-Stelle des Ribosoms) und wachsender Peptidkette (gebunden an tRNA in der P-Stelle).
 
Die Wirkung des Antibiotikums Puromycin basiert auf der Bildung einer Peptidbindung zwischen Puromycin (gebunden an der A-Stelle des Ribosoms) und wachsender Peptidkette (gebunden an tRNA in der P-Stelle).
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[[Fachgebiet:Pharmakologie]]
 
[[Tag:Antibiotika]]
 
[[Tag:Antibiotika]]

Version vom 10. September 2015, 19:00 Uhr

1 Definition

Puromycin ist ein Nukleosid-Antibiotikum, das aus Streptomyceten isoliert wird.

2 Chemie

Das Antibiotikum Puromycin besitzt einen ähnlichen Aufbau wie das 3'-Ende eines Aminoacyl-tRNA-Moleküls, wodurch Puromycin in die A-Stelle eines Ribosoms eintreten kann. Nach Eintritt des Puromycins in die A-Stelle, überträgt die Peptidyltransferase die wachsende Polypeptidkette auf die freie Aminogruppe des Puromycins. Das Produkt dieser Reaktion (sog. Peptidylpuromycin) wird nur schwach in der A-Stelle gebunden, aber danach nicht in die P-Stelle transloziert, sondern rasch vom Ribosom freigesetzt.

Puromycin führt somit zum Abbruch der Synthese des Polypeptids, d.h. zum Kettenabbruch der Proteinbiosynthese, wodurch die Translation ebenfalls abgebrochen wird.

3 Wirkung

Die Wirkung des Antibiotikums Puromycin basiert auf der Bildung einer Peptidbindung zwischen Puromycin (gebunden an der A-Stelle des Ribosoms) und wachsender Peptidkette (gebunden an tRNA in der P-Stelle).

Tags:

Fachgebiete: Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 10. September 2015 um 19:00 Uhr bearbeitet.

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