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Pulsoximetrie: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Die Pulsoximetrie (auch Pulsoxymetrie) ist ein nicht-invasives Verfahren, bei dem mittels unterschiedlicher Wellenlängen von Licht die sogenannte Sauerstoffsättigung (Oximetrie) des arteriellen Blutes und die Herzfrequenz (Puls) ermittelt werden. Gemeint ist mit Sättigung, genau genommen, die Beladung des Hämoglobins mit Sauerstoff. Dabei macht man sich zunutze, dass das Hämoglobin in Abhängigkeit von der Beladung oder eben Nicht-Beladung mit Sauerstoff unterschiedlich das Licht absorbiert. Das Gerät kann die unterschiedlichen Abschwächungsgrade der Lichtabsorption umrechnen in einen Wert, der in Prozent angegeben wird. Normal sind Werte im Bereich von 97 bis 100%. Als behandlungsbedürftig gelten Werte von etwa 90% und weniger. Werte unterhalb 85% sind kritisch.
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''Synonyme: Pulsoxymetrie''
  
Abgekürzt wird die Pulsoximetrie mit SaO2. Gemessen wird zumeist mittels sogenannter Sensoren am Fingernagel oder am Ohrläppchen. Für Säuglinge und Kleinkinder stehen spezielle Sensoren zur Verfügung, die geklebt werden können, während ansonsten Sensoren Verwendung finden, die mittels einer Feder (ähnlich wie eine Wäscheklammer) Halt finden.
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==Definition==
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Die '''Pulsoximetrie''' (auch) ist ein nicht-[[invasiv]]es Verfahren, bei dem mittels unterschiedlicher Wellenlängen von Licht die sogenannte [[Sauerstoffsättigung]] des arteriellen [[Blut]]es (Oximetrie) und die [[Herzfrequenz]] (Puls) ermittelt werden.  
  
Grenzen des Verfahrens ergeben sich u.a. dann, wenn die periphere Durchblutung schlecht ist (z.B. bei Kälte, Kreislaufzentralisation bei Schock), bei Verwendung von Nagellacken oder bei bestimmten Intoxikationen. So kann etwa bei einer Kohlenmonoxidvergiftung das Pulsoximeter nur erkennen, dass das Hämoglobin beladen ist - es "erkennt" jedoch nicht, dass das Hämoglobin gar keinen Sauerstoff transportiert.
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==Messmethode==
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Die Sauerstoffsättigung des Blutes (SaO<sub>2</sub>) gibt die Beladung des [[Hämoglobin]]s mit [[Sauerstoff]] wieder. Um sie zu ermitteln, macht man sich zunutze, dass das Hämoglobin in Abhängigkeit von der Beladung mit Sauerstoff das Licht bestimmter Wellenlängen unterschiedlich[[Absorption|absorbiert]]. Das [[Pulsoximeter]] rechnet die unterschiedlichen Abschwächungsgrade der Lichtabsorption in einen Wert um, der in Prozent angegeben wird.
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==Referenzbereich==
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Die Normalwerte der mittels Pulsoximetrie ermittelten Sauerstoffsättigung liegen im Bereich von 97 bis 100%. Als behandlungsbedürftig gelten Werte von etwa 90% und weniger. Werte unterhalb 85% sind kritisch.
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==Anwendung==
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Gemessen wird zumeist mittels spezieller [[Sensor]]en am [[Fingernagel]] oder am [[Ohrläppchen]]. Für Säuglinge und Kleinkinder stehen spezielle Sensoren zur Verfügung, die geklebt werden können, während ansonsten Sensoren Verwendung finden, die mittels einer Feder (ähnlich wie eine Wäscheklammer) Halt finden.
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==Fehlerquellen==
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Grenzen des Verfahrens ergeben sich u.a.:
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* wenn die periphere Durchblutung schlecht ist (z.B. bei Kälte, Kreislaufzentralisation bei [[Schock]])
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* bei bestimmten [[Intoxikation]]en. So kann etwa bei einer [[Kohlenmonoxidvergiftung]] das Pulsoximeter nur erkennen, dass das Hämoglobin beladen ist. Es erkennt jedoch nicht, dass das Hämoglobin keinen Sauerstoff transportiert.
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* bei Verwendung von Nagellacken

Version vom 16. September 2005, 21:34 Uhr

Synonyme: Pulsoxymetrie

1 Definition

Die Pulsoximetrie (auch) ist ein nicht-invasives Verfahren, bei dem mittels unterschiedlicher Wellenlängen von Licht die sogenannte Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes (Oximetrie) und die Herzfrequenz (Puls) ermittelt werden.

2 Messmethode

Die Sauerstoffsättigung des Blutes (SaO2) gibt die Beladung des Hämoglobins mit Sauerstoff wieder. Um sie zu ermitteln, macht man sich zunutze, dass das Hämoglobin in Abhängigkeit von der Beladung mit Sauerstoff das Licht bestimmter Wellenlängen unterschiedlichabsorbiert. Das Pulsoximeter rechnet die unterschiedlichen Abschwächungsgrade der Lichtabsorption in einen Wert um, der in Prozent angegeben wird.

3 Referenzbereich

Die Normalwerte der mittels Pulsoximetrie ermittelten Sauerstoffsättigung liegen im Bereich von 97 bis 100%. Als behandlungsbedürftig gelten Werte von etwa 90% und weniger. Werte unterhalb 85% sind kritisch.

4 Anwendung

Gemessen wird zumeist mittels spezieller Sensoren am Fingernagel oder am Ohrläppchen. Für Säuglinge und Kleinkinder stehen spezielle Sensoren zur Verfügung, die geklebt werden können, während ansonsten Sensoren Verwendung finden, die mittels einer Feder (ähnlich wie eine Wäscheklammer) Halt finden.

5 Fehlerquellen

Grenzen des Verfahrens ergeben sich u.a.:

  • wenn die periphere Durchblutung schlecht ist (z.B. bei Kälte, Kreislaufzentralisation bei Schock)
  • bei bestimmten Intoxikationen. So kann etwa bei einer Kohlenmonoxidvergiftung das Pulsoximeter nur erkennen, dass das Hämoglobin beladen ist. Es erkennt jedoch nicht, dass das Hämoglobin keinen Sauerstoff transportiert.
  • bei Verwendung von Nagellacken

Diese Seite wurde zuletzt am 22. Juli 2016 um 12:26 Uhr bearbeitet.

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