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Pruritus: Unterschied zwischen den Versionen

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Die genauen Mechanismen, die zur Entstehung von Juckreiz führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Die heutige (2007) Modellvorstellung ist, dass Juckreiz nicht über die Schmerzrezeptoren vermittelt wird, sondern durch die freien Nervenendigungen spezialisierter [[C-Faser]]n. Die Aktivierung dieser Fasern erfolgt wahrscheinlich durch Gewebshormone (z.B. [[Histamin]], [[Serotonin]], [[Substanz P]]) oder aktivierte [[Mastzelle]]n in der Nähe der Nervenenden, die den Mediator [[Tryptase]] ausschütten.
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Die genauen Mechanismen, die zur Entstehung von Juckreiz führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Die heutige (2021) Modellvorstellung ist, dass Juckreiz nicht über die [[Schmerzrezeptor]]en vermittelt wird, sondern durch die freien [[Nervenendigung]]en spezialisierter [[C-Faser]]n. Die Aktivierung dieser Fasern erfolgt wahrscheinlich durch [[Gewebshormon]]e (z.B. [[Histamin]], [[Serotonin]], [[Substanz P]]) oder aktivierte [[Mastzelle]]n in der Nähe der Nervenenden, die den [[Mediator]] [[Tryptase]] ausschütten.
  
 
Die Empfindung des Juckreizes wird durch andere Hautempfindungen offensichtlich moduliert bzw. überlagert. So kann Kälte oder Hitze den Juckreiz abschwächen oder in eine besser erträgliche Schmerzempfindung überführen.
 
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==Therapie==
 
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Die Therapie des Pruritus richtet sich nach der auslösenden Ursache. Beim Juckreiz ohne erkennbare Ursache (Pruritus sine materia) kann die Therapie schwierig und unbefriedigend sein.
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Die Therapie des Pruritus richtet sich nach der auslösenden Ursache. Beim Juckreiz ohne erkennbare Ursache (Pruritus sine materia) kann die Therapie schwierig und unbefriedigend sein. Formen, bei denen die Austrocknung der Haut im Vordergrund steht, können mit rückfettenden [[Creme]]s behandelt werden. Symptomatisch kommt weiterhin der Einsatz juckreizstillender Medikamente ([[Antipruriginosum|Antipruriginosa]]) in Frage.
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Abgesehen von Medikamenten oder [[Hautpflegeprodukt]]en spielt die Aufklärung der Patienten eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Therapie.
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2021, 09:50 Uhr

von lateinisch: prurire - jucken
Synonym: Juckreiz, Hautjucken, Jucken
Englisch: pruritus, itching

1 Definition

Pruritus oder Juckreiz ist eine Missempfindung im Bereich der Haut oder Schleimhaut.

2 ICD10-Codes

  • L29.-: Pruritus
  • F45.8: Sonstige somatoforme Störungen

3 Einteilung

3.1 ...nach Hautbefund

3.2 ...nach Lokalisation

  • lokalisierter Pruritus: Juckreiz an einer Körperstelle
  • generalisierter Pruritus: Juckreiz am ganzen Körper

4 Pathophysiologie

Die genauen Mechanismen, die zur Entstehung von Juckreiz führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Die heutige (2021) Modellvorstellung ist, dass Juckreiz nicht über die Schmerzrezeptoren vermittelt wird, sondern durch die freien Nervenendigungen spezialisierter C-Fasern. Die Aktivierung dieser Fasern erfolgt wahrscheinlich durch Gewebshormone (z.B. Histamin, Serotonin, Substanz P) oder aktivierte Mastzellen in der Nähe der Nervenenden, die den Mediator Tryptase ausschütten.

Die Empfindung des Juckreizes wird durch andere Hautempfindungen offensichtlich moduliert bzw. überlagert. So kann Kälte oder Hitze den Juckreiz abschwächen oder in eine besser erträgliche Schmerzempfindung überführen.

5 Ursachen

Die Ursachen von Juckreiz können sehr vielseitig sein und umfassen ein breites Spektrum dermatologischer und internistischer Erkrankungen.

6 Therapie

Die Therapie des Pruritus richtet sich nach der auslösenden Ursache. Beim Juckreiz ohne erkennbare Ursache (Pruritus sine materia) kann die Therapie schwierig und unbefriedigend sein. Formen, bei denen die Austrocknung der Haut im Vordergrund steht, können mit rückfettenden Cremes behandelt werden. Symptomatisch kommt weiterhin der Einsatz juckreizstillender Medikamente (Antipruriginosa) in Frage.

Abgesehen von Medikamenten oder Hautpflegeprodukten spielt die Aufklärung der Patienten eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Therapie.

Diese Seite wurde zuletzt am 20. Februar 2021 um 09:50 Uhr bearbeitet.

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