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Prurigo simplex subacuta: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Erkrankung imponiert durch mückenstichähnliche, hellrote Papeln, die in ihrem Zentrum ein Bläschen aufweisen und stark jucken. Nachdem die Patienten die Papeln aufgekratzt haben, lässt der Juckreiz nach, es besteht jedoch die Gefahr der [[Superinfektion]] und der Ausbildung von [[Pigmentierung|hyperpigmentieren]] [[Narbe]]n.  
  
Prädilektionsstellen sind der [[Stamm]] und die [[proximal]]en [[Extremität]]en, seltener sind das [[Gesicht]] und die [[Haar|behaarte]] Kopfhaut befallen. Außer einer [[Psychosomatik|psychosomatischen]] Überlagerung sind keine Allgemeinsymptome vorhanden.  
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Prädilektionsstellen sind der [[Stamm]] und die [[proximal]]en [[Extremität]]en, seltener sind das [[Gesicht]] und die behaarte [[Kopfhaut]] befallen. Außer einer [[Psychosomatik|psychosomatischen]] Überlagerung sind keine Allgemeinsymptome vorhanden.  
  
 
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Die Grunderkrankung sollte behandelt werden, eine psychosomatische Mitbetreuung ist anzustreben. Zusätzlich wird eine lokale Behandlung mit Antipruriginosa sowie mit [[Steroid]]cremes durchgeführt. Führt die angeführte Behandlung nicht zum Erfolg, werden orale [[Tetrazykline]] sowie [[oral]]e [[Antimykotikum|Antimykotika]] angewendet. Es können ebenfalls [[Antidepressivum|Antidepressiva]], [[Neuroleptikum|Neuroleptika]] sowie [[Antihistaminikum|Antihistaminika]] verordnet werden.
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Die Grunderkrankung sollte behandelt werden, eine psychosomatische Mitbetreuung ist anzustreben. Zusätzlich wird eine lokale Behandlung mit [[Antipruriginosum|Antipruriginosa]] sowie mit [[Glukokortikoid]]haltigen Cremes durchgeführt. Führt die angeführte Behandlung nicht zum Erfolg, werden orale [[Tetrazyklin]]e sowie [[oral]]e [[Antimykotikum|Antimykotika]] angewendet. Es können ebenfalls [[Antidepressivum|Antidepressiva]], [[Neuroleptikum|Neuroleptika]] sowie [[Antihistaminikum|Antihistaminika]] verordnet werden.
 
[[Fachgebiet:Dermatologie]]
 
[[Fachgebiet:Dermatologie]]

Version vom 26. März 2008, 14:26 Uhr

Synonyme: Strophulus adultorum, Urticaria papulosa chronica

1 Definition

Unter einem Prurigo simplex subacuta versteht man eine schubweise verlaufende Dermatose, die sich durch ein Exanthem mit stark juckenden Papeln manifestiert.

2 Epidemiologie

Es handelt sich um eine mittelhäufige Erkrankung, die vor allem bei Frauen zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr beobachtet wird.

3 Ätiopathogenese

Die Ätiologie ist noch nicht geklärt. Die Erkrankung kann im Rahmen eines Diabetes mellitus, im Rahmen von Lebererkrankungen aber auch bei malignen Tumorerkrankungen auftreten. Sie kann sich ebenfalls bei Menstruationsstörungen oder während einer Schwangerschaft manifestieren.

4 Klinik

Die Erkrankung imponiert durch mückenstichähnliche, hellrote Papeln, die in ihrem Zentrum ein Bläschen aufweisen und stark jucken. Nachdem die Patienten die Papeln aufgekratzt haben, lässt der Juckreiz nach, es besteht jedoch die Gefahr der Superinfektion und der Ausbildung von hyperpigmentieren Narben.

Prädilektionsstellen sind der Stamm und die proximalen Extremitäten, seltener sind das Gesicht und die behaarte Kopfhaut befallen. Außer einer psychosomatischen Überlagerung sind keine Allgemeinsymptome vorhanden.

5 Diagnostik

Zur Diagnose führen Klinik und Anamnese.

6 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch sollte an eine Neurodermitis atopica, an eine Skabies, an die Dermatitis herpetiformis Duhring sowie an eine pruriginös zerkratzte Akne gedacht werden.

7 Therapie

Die Grunderkrankung sollte behandelt werden, eine psychosomatische Mitbetreuung ist anzustreben. Zusätzlich wird eine lokale Behandlung mit Antipruriginosa sowie mit Glukokortikoidhaltigen Cremes durchgeführt. Führt die angeführte Behandlung nicht zum Erfolg, werden orale Tetrazykline sowie orale Antimykotika angewendet. Es können ebenfalls Antidepressiva, Neuroleptika sowie Antihistaminika verordnet werden.

Fachgebiete: Dermatologie

Diese Seite wurde zuletzt am 24. April 2019 um 17:16 Uhr bearbeitet.

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