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Provokationsprobe für Hüftgelenkslaxizität (Veterinärmedizin)

Version vom 5. Juni 2018, 19:19 Uhr von Gregor Schweng (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Die Provokationsprobe für die Hüftgelenkslaxizität, welche eine Vorstufe der Hüftgelenksdysplasie darstellt, kommt in der Veterinärmedizin zur Anwendung, um eine Instabilität (Laxizität) im Hüftgelenk zu diagnostizieren. Diese Provokationsprobe stellt eine Kombination zweier einzelner Tests, dem Barlow-Test und dem Ortolani-Test dar, welche aber ineinander übergehen und somit gemeinsam durchgeführt werden. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des orthopädischen Untersuchungsganges beim Kleintier und werden nur bei Junghunden durchgeführt.

2 Durchführung

2.1 Barlow-Test

  • Der zu untersuchende Junghund befindet sich Seitenlage. Die proximale Hand des Untersuchers wird dorsal am Becken positioniert, wobei der Daumen am Trochanter major zu liegen kommt. Der Oberschenkel des Tieres befindet sich im rechten Winkel zum Becken und parallel zur Tischplatte. Die distale Hund umgreift das Kniegelenk und beugt dieses um 90°.
  • Die distale Hand übt nun eine axiale Kraft auf den Femur aus und versucht somit den Femurkopf nach proximal zu luxieren.
  • Wenn die Luxation des Femurkopfes möglich ist, liegt eine erhöhte Laxizität vor.

2.2 Ortolani-Test

  • Der Ortolani-Test stellt eine Art Fortsetzung des Barlow-Tests da.
  • Wenn der Femurkopf luxierbar ist, wird nun durch Abduktion des Femurs versucht, den Femurkopf wieder in seine ursprüngliche Lage im Azetabulum zurückzuführen.
  • Wenn hierbei der Femurkopf über den Rand des Azetabulums springt ist ein Ton, der sogenannte „Ortolani-Klick" zu hören.

3 Ergebnis

3.1 Barlow-Test:

Wenn der Femurkopf bei axialer Kraft auf den Femur luxierbar ist, liegt eine erhöhte Laxizität des Hüftgelenkes vor, und somit ein Barlow-positiver Test.

3.2 Ortolani-Test:

Ein hörbarer Ton, der sogennante „Ortolani-Klick" siganlisiert einen Ortolani-positiven Test.

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Juni 2018 um 10:01 Uhr bearbeitet.

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