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Provokationsprobe für Hüftgelenkslaxizität (Veterinärmedizin): Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Provokationsprobe für die Hüftgelenkslaxizität''', welche eine Vorstufe der [[Hüftgelenksdysplasie]] darstellt, kommt in der [[Veterinärmedizin]] zur Anwendung, um eine [[Instabilität]] (Laxizität) im [[Hüftgelenk (Veterinärmedizin)| Hüftgelenk]] zu diagnostizieren. Diese Provokationsprobe stellt eine Kombination zweier einzelner Tests, dem '''Barlow-Test''' und dem '''Ortolani-Test''' dar, welche aber ineinander übergehen und somit gemeinsam durchgeführt werden. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des [[orthopädischen Untersuchungsgang (Veterinärmedizin)| orthopädischen Untersuchungsganges]] beim [[Kleintier]] und werden '''nur''' bei [[Junghund]]en durchgeführt.  
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Die '''Provokationsprobe für die Hüftgelenkslaxizität''' ist eine in der [[Veterinärmedizin]] angewendete [[Provokationsprobe (Veterinärmedizin)|Provokationsprobe]], die im Zuge des [[Orthopädischer Untersuchungsgang (Veterinärmedizin)|orthopädischen Untersuchungsganges]] durchgeführt wird.
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Die Provokationsprobe ist eine Kombination aus zwei einzelnen Proben die als Barlow-Test und Ortolani-Test bezeichnet werden.  
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Die Provokationsprobe für die Hüftgelenkslaxizität wird nur bei Junghunden durchgeführt.
  
 
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===Barlow-Test===
 
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*Der zu untersuchende Junghund befindet sich Seitenlage. Die [[proximal]]e Hand des Untersuchers wird [[dorsal]] am [[Becken (Veterinärmedizin)|Becken]] positioniert, wobei der Daumen am [[Trochanter major (Veterinärmedizin)|Trochanter major]] zu liegen kommt. Der Oberschenkel des Tieres befindet sich im rechten Winkel zum Becken und [[parallel]] zur Tischplatte. Die [[distal]]e Hund umgreift das [[Kniegelenk (Veterinärmedizin)|Kniegelenk]] und beugt dieses um 90°.
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* Der zu untersuchende Junghund befindet sich in Seitenlage. Die [[proximal]]e Hand des Untersuchers wird [[dorsal]] am [[Becken (Veterinärmedizin)|Becken]] positioniert, wobei der Daumen am [[Trochanter major (Veterinärmedizin)|Trochanter major]] zu liegen kommt. Der [[Oberschenkel]] des Tieres befindet sich im rechten Winkel zum Becken und [[parallel]] zur Tischplatte. Die [[distal]]e Hand umgreift das [[Kniegelenk (Veterinärmedizin)|Kniegelenk]] und beugt dieses um 90°.
*Die distale Hand übt nun eine [[axial]]e [[Kraft]] auf den [[Femur (Veterinärmedizin)|Femur]] aus und versucht somit den [[Femurkopf (Veterinärmedizin)|Femurkopf]] nach proximal zu [[Luxation|luxieren]].  
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* Die distale Hand übt anschließend eine nach [[axial]]e gerichtete [[Kraft]] auf den [[Femur (Veterinärmedizin)|Femur]] aus und versucht somit den [[Femurkopf (Veterinärmedizin)|Femurkopf]] nach proximal zu [[Luxation|luxieren]].  
*Wenn die Luxation des Femurkopfes möglich ist, liegt eine erhöhte Laxizität vor.
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* Ist eine Luxierung des Femurkopfes durch den Untersucher möglich, liegt eine erhöhte Laxizität im Hüftgelenk vor.
  
 
===Ortolani-Test===
 
===Ortolani-Test===
*Der Ortolani-Test stellt eine Art Fortsetzung des Barlow-Tests da.  
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Der Ortolani-Test kann als Weiterführung des Barlow-Tests angesehen werden. Die Probe wird im Anschluss an einen positiven Barlow-Test durchgeführt.
*Wenn der Femurkopf luxierbar ist, wird nun durch [[Abduktion]] des Femurs versucht, den Femurkopf wieder in seine ursprüngliche Lage im [[Azetabulum (Veterinärmedizin)|Azetabulum]] zurückzuführen.  
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* Ist der Femurkopf luxierbar, wird durch eine aktive [[Abduktion]] des Femurs versucht den Femurkopf wieder in seine ursprüngliche Lage ([[Azetabulum (Veterinärmedizin)|Azetabulum]]) zurückzuführen.
*Wenn hierbei der Femurkopf über den Rand des Azetabulums springt ist ein Ton, der sogenannte '''„Ortolani-Klick"''' zu hören.
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* Während der [[Reposition]] springt der Femurkopf über den Rand des Azetabulums, wobei ein Klickgeräusch ("Ortolani-Klick") zu hören ist.  
 
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==Ergebnis==
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===Barlow-Test:===
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Wenn der Femurkopf bei axialer Kraft auf den Femur luxierbar ist, liegt eine erhöhte Laxizität des Hüftgelenkes vor, und somit ein '''Barlow-positiver''' Test.  
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===Ortolani-Test:===
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==Auswertung==
Ein hörbarer Ton, der sogennante '''„Ortolani-Klick"''' siganlisiert einen '''Ortolani-positiven''' Test.
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* Barlow-Test: Wenn der Femurkopf bei axialer Kraft auf den Femur luxierbar ist, liegt eine erhöhte Laxizität des Hüftgelenkes vor. Die Provokationsprobie ist mit "Barlow-positiv" anzugeben.
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* Ortolani-Test: Das Auslösen eines Klickgeräusch während der Reposition ist als "Ortolani-positiv" zu werten.
 
[[Fachgebiet:Orthopädie]]
 
[[Fachgebiet:Orthopädie]]
 
[[Fachgebiet:Veterinärmedizin]]
 
[[Fachgebiet:Veterinärmedizin]]

Aktuelle Version vom 8. Juni 2018, 16:52 Uhr

Synonym: Kombinierter Barlow- und Ortolani-Test

1 Definition

Die Provokationsprobe für die Hüftgelenkslaxizität ist eine in der Veterinärmedizin angewendete Provokationsprobe, die im Zuge des orthopädischen Untersuchungsganges durchgeführt wird.

Die Provokationsprobe ist eine Kombination aus zwei einzelnen Proben die als Barlow-Test und Ortolani-Test bezeichnet werden.

2 Hintergrund

Anhand der Hüftgelenkslaxizität kann Rückschluss auf das Vorliegen einer möglichen Hüftgelenksdysplasie genommen werden. Um die Laxizität des Hüftgelenks zu ermitteln, wird mithilfe des Barlow- und Ortolani-Tests die Beweglichkeit im Gelenk überprüft.

Die Provokationsprobe für die Hüftgelenkslaxizität wird nur bei Junghunden durchgeführt.

3 Durchführung

3.1 Barlow-Test

  • Der zu untersuchende Junghund befindet sich in Seitenlage. Die proximale Hand des Untersuchers wird dorsal am Becken positioniert, wobei der Daumen am Trochanter major zu liegen kommt. Der Oberschenkel des Tieres befindet sich im rechten Winkel zum Becken und parallel zur Tischplatte. Die distale Hand umgreift das Kniegelenk und beugt dieses um 90°.
  • Die distale Hand übt anschließend eine nach axiale gerichtete Kraft auf den Femur aus und versucht somit den Femurkopf nach proximal zu luxieren.
  • Ist eine Luxierung des Femurkopfes durch den Untersucher möglich, liegt eine erhöhte Laxizität im Hüftgelenk vor.

3.2 Ortolani-Test

Der Ortolani-Test kann als Weiterführung des Barlow-Tests angesehen werden. Die Probe wird im Anschluss an einen positiven Barlow-Test durchgeführt.

  • Ist der Femurkopf luxierbar, wird durch eine aktive Abduktion des Femurs versucht den Femurkopf wieder in seine ursprüngliche Lage (Azetabulum) zurückzuführen.
  • Während der Reposition springt der Femurkopf über den Rand des Azetabulums, wobei ein Klickgeräusch ("Ortolani-Klick") zu hören ist.

4 Auswertung

  • Barlow-Test: Wenn der Femurkopf bei axialer Kraft auf den Femur luxierbar ist, liegt eine erhöhte Laxizität des Hüftgelenkes vor. Die Provokationsprobie ist mit "Barlow-positiv" anzugeben.
  • Ortolani-Test: Das Auslösen eines Klickgeräusch während der Reposition ist als "Ortolani-positiv" zu werten.

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Juni 2018 um 10:01 Uhr bearbeitet.

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