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Protein A

Version vom 2. Juli 2017, 09:46 Uhr von Aaron Weiß (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Protein A ist ein 42 kDa schweres Protein, das als Virulenzfaktor in der Zellwand von Staphylococcus aureus vorkommt. Aufgrund seiner Eigenschaften wird rekombinantes Protein A auch in der Biotechnologie eingesetzt.

2 Hintergrund

Protein A ist in der Lage, den Fc-Teil von Antikörpern zu binden, wodurch es die Virulenz der Erreger steigert. Diese Bindung an den Fc-Teil wird auch in der Biotechnologie genutzt. Besonders große Affinität besitzt Protein A gegenüber humanem IgG1, IgG2 und IgG4.

3 Rolle in der Pathogenese

Als Oberflächenprotein von Staphylococcus aureus bindet Protein A die konstante Fc-Region anstatt der variablen Antigenbindungsstelle der Antikörper. Der Nutzen für das Bakterium ist, dass es somit weitgehend vor der Opsonierung durch Antikörper geschützt ist. Dadurch werden die Erreger seltener von Makrophagen phagozytiert oder durch das Komplementsystem über den klassischen Aktivierungsweg lysiert.

4 Anwendung in der Biotechnologie

Auf Grund seiner Eigenschaft, Antikörper binden zu können, ohne dabei deren Antigenbindung zu behindern, gibt es für Protein A viele Anwendungsmöglichkeiten:

Das für biotechnologische Zwecke verwendete Protein A wird von genetisch modifizierten Escherichia coli synthetisiert.

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