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Prodrug: Unterschied zwischen den Versionen

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Prodrugs dienen hauptsächlich der Verbesserung der [[Pharmakokinetik]] eines Medikaments, zum Beispiel der Verbesserung der [[Resorption]] und damit der [[Bioverfügbarkeit]] eines Wirkstoffs.
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[[Fachgebiet:Pharmakologie]]
 
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Version vom 25. Oktober 2007, 09:41 Uhr

1 Definition

Ein Prodrug ist die inaktive oder weniger aktive Vorstufe eines Arzneistoffs, die erst im Körper, d.h. in vivo durch Stoffwechselvorgänge in die aktive Wirksubstanz überführt wird.

2 Pharmakologie

Prodrugs dienen hauptsächlich der Verbesserung der Pharmakokinetik eines Medikaments, zum Beispiel der Verbesserung der Resorption und damit der Bioverfügbarkeit eines Wirkstoffs.

Die Verwendung eines Prodrug kann auch sie Selektivität der eigentlichen Wirksubstanz erhöhen. Zum Beispiel kann die Nebenwirkungsrate von Zytostatika dadurch reduziert werden, dass man sie an Makromoleküle bindet oder chemisch so verändert, dass sie erst durch die Enzyme der Tumorzelle aktiviert werden.

Fachgebiete: Arzneimittel, Pharmakologie

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