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Primär motorischer Cortex: Unterschied zwischen den Versionen

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Während einige Fortsätze die Capsula interna zu [[Thalamus|Thalamuskernen]] oder zum [[Corpus striatum]] hin verlassen, ziehen die übrigen Fortsätze in den [[Hirnstamm]] oder in das Rückenmark hinab. Im Hirnstamm bilden sie [[Synapse]]n mit Neuronen motorischer Kerngebiete, z.B. dem [[Nucleus ruber]], dem [[Nucleus olivaris]], den [[Ponskerne]]n und der [[Formatio reticularis]]. Im Rückenmark gehen sie synaptische Verbindungen ein mit den dort lokalisierten zweiten (peripheren, unteren) Motoneuronen oder mit [[Interneuron|Interneuronen]], welche die zweiten Motoneurone ansteuern. Somit regulieren die ersten Motoneurone direkt oder indirekt die Aktivität bestimmter [[motorische Einheit|motorischer Einheiten]].
 
[[Fachgebiet:Zentralnervensystem]]
 
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Version vom 3. April 2013, 16:56 Uhr

Synonyme: primär-motorischer Cortex, primär-motorischer Kortex, primärmotorischer Cortex, primärmotorischer Kortex, primär motorische Rinde, primär-motorische Rinde, primärmotorische Rinde, M1
Englisch: primary motor cortex

1 Definition

Der primär motorische Cortex ist ein Kortexareal des Lobus frontalis, das funktionell zum Motorcortex zählt. Die Fortsätze der hier lokalisierten Pyramidenzellen ziehen hauptsächlich ins Rückenmark hinab und steuern die dortigen Motoneurone direkt oder indirekt an. Somit dient der primär motorische Cortex der Ausführung des motorischen Programms, das in den übergeordneten Rindenfeldern im Zusammenspiel mit anderen Gehirnbereichen entworfen worden ist, und bildet daher einen wichtigen Bestandteil der Endstrecke des motorischen Systems.

2 Hintergrund

2.1 Lokalisation

Der primär motorische Cortex liegt rostral des Sulcus centralis im Gyrus precentralis, dehnt sich über die Facies medialis und superolateralis aus und stimmt weitgehend mit der Area 4 nach Brodmann überein.

2.2 Anordnung der Neurone und Verlauf der Fortsätze

Die im primär motorischen Cortex lokalisierten ersten (zentralen, oberen) Motoneurone sind somatotop gemäß dem motorischen Homunculus angeordnet. Es handelt sich um Betz-Zellen (ca. 5 %) und andere Pyramidenzellen (ca. 95 %). Ihre Axone ziehen mit den Fortsätzen von Neuronen anderer Kortexbereiche (sekundär motorischer Cortex, sensorischer Cortex) in der Capsula interna als somatotop gegliederte Tractus corticonuclearis und corticospinalis nach peripher.

Während einige Fortsätze die Capsula interna zu Thalamuskernen oder zum Corpus striatum hin verlassen, ziehen die übrigen Fortsätze in den Hirnstamm oder in das Rückenmark hinab. Im Hirnstamm bilden sie Synapsen mit Neuronen motorischer Kerngebiete, z.B. dem Nucleus ruber, dem Nucleus olivaris, den Ponskernen und der Formatio reticularis. Im Rückenmark gehen sie synaptische Verbindungen ein mit den dort lokalisierten zweiten (peripheren, unteren) Motoneuronen oder mit Interneuronen, welche die zweiten Motoneurone ansteuern. Somit regulieren die ersten Motoneurone direkt oder indirekt die Aktivität bestimmter motorischer Einheiten.

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