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Prevotella

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1 Definition

Prevotella ist eine Gattung von Bakterien, die zur Familie der Prevotellaceae gehört. Sie sind Erreger von Infektionen des weiblichen Genitaltraktes, des kleinen Beckes und der Mundhöhle.

2 Systematik

Bisher sind 15 Arten benannten und bis zu 30 unbenannt.

3 Eigenschaften

Prevotella ist ein gramnegatives Bakterium, das obligat anaerob lebt. Es ist leomorph [[stäbchenförmig, unbeweglich und bildet keine Sporen aus. Es besitzt einen chemoorganotroph]]en Gärungsstoffwechsel, deren Hauptendprodukte Acetat und Succinat sind.

4 Vorkommen

Prevotella kommt in der normale Flora von Mundhöhle und Vagina vor, ist aber auch bei nekrotisierenden Entzündungsprozessen beteiligt.

Prevotella bivia und Prevotella disiens gehören zur Normalflora der Vagina, verursachen aber auch Infektionen in tieferen Regionen des Respirationstrakts. Prevotella melaninogenica, Prevotella intermedia, Prevotella denticola, Prevotella buccalis, Prevotella oralis und andere Arten besiedeln die Mundhöhle.

5 Klinik

Prevotellaarten sind Erreger verschiedener Erkrankungen im weiblichen Genitaltrakt, des kleinen Beckens und der Mundhöhle. Dazu gehören z.B.:

Dabei sind einige Arten Leitkeime für bestimmte Erkrankungen:
  • Prevotella intermedia = Leitkeim für orale Infektionsprozesse
  • Prevotella bivia = Leitkeim für genitale Infektionsprozesse und des kleinen Beckens
  • Prevotella disiens = Leitkeim für genitale Infektionsprozesse und des kleinen Beckens
  • Prevotella melaninogenica = Leitkeim der Rachenflora

6 Nachweis

Die Prevotellaarten können über einfache phänotypische Tests nachgewiesen werden und es kann eine Abgrenzung und Unterscheidung der Leitkeime zu den anderen Prevotellaarten vorgenommen werden.

Durch Anzüchten in [[Bakterienkulturen können über die positive Indolreaktion über die Bildung von schwarzen Protohämpigment auf bluthaltigen Nährmedien die Prevotellaarten in „pigmentierte“ und „nichtpigmentierte“ Arten eingeteilt werden. Weitere Unterteilung der Arten erfolgt über Abimpfen auf Blutplatten mit verschiedenen Blutsorten und einem direkten Nachweis über die Gabe von bestimmten Enzymen, die die jeweilige Prevotellaart zur Fermentierung benötigt.

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