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==Abhängigkeitspotential==
Erhöhte Wachsamkeit ist bei der Verschreibung bei Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen in der Anamnese geboten, da Hinweise auf ein Missbrauchs-/Abhängigkeitspotential dieser Substanz bestehen.  
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Auf der Grundlage von Fallserien und Fallberichten ergeben sich für Pregabalin Hinweise für ein erhöhtes [[Medikamentenabhängigkeit|Abhängigkeitsrisiko]], insbesondere bei Patienten mit einer bereits bestehenden [[Opioid]]abhängigkeit. Die Behandlung mit Pregabalin sollte daher bei [[Drogenabhängigkeit|drogenabhängigen]] Patienten vermieden werden.  
In der Drogenszene hat sich der missbräuchliche Konsum von Pregabalin als tageweiser Heroinersatz zur Linderung von Entzugssymptomen oder zusätzliche Sedierung/Euphorisierung in den letzten Jahren gesteigert. Die Substanz ist leicht verfügbar, oft werden Dosen von mehreren Gramm pro Tag eingenommen. 
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Ursachen für den [[Abusus|missbräuchlichen]] [[Konsum]] sind unter anderem der entspannende und [[euphorisierend]]e Effekt von Pregabalin und die [[Reduktion]] von [[Entzugssymptome]]n. Zudem kann der Effekt anderer [[psychotrop]]er Substanzen verstärkt werden. Auch die leichte Verfügbarkeit von Pregabalin könnte eine Ursache für die missbräuchliche Verwendung sein.<ref name="eins">[https://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/AVP/Artikel/2020-1-2/062.pdf Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin - Arzneiverordnung in der Praxis], abgerufen am 21.10.2021</ref>
Bei Mischkonsum mit anderen Substanzen wie Alkohol, Benzodiazepinen, Opiaten/Opioiden können sich sedierende Wirkungen verstärken und damit zu einer erhöhten Mortalität beitragen. <ref>[https://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/AVP/Artikel/2020-1-2/062.pdf]Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: Abhängigkeitspotential von Pregabalin; 2020<references />
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[[Fachgebiet:Neurologie]]
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Bei Mischkonsum mit anderen Substanzen wie [[Alkohol]], [[Benzodiazepine]]n können sich die sedierenden Wirkungen verstärken und zu einer schweren [[Intoxikation]] oder [[Ateminsuffizienz]] führen.<ref>[https://www.aerztekammer-bw.de/news/2012/2012_10/lyrika/lyrica.pdf Lyrica® (Pregabalin) – Das neue Suchtmittel], abgerufen am 21.10.2021</ref>
[[Fachgebiet:Pharmakologie]]
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[[Fachgebiet:Psychiatrie]]
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Während der Behandlung mit Pregabalin sollte darauf geachtet werden, ob sich eine Abhängigkeit bei dem Patienten entwickelt.<ref name="eins" />
[[Tag:Abhängigkeitspotential]]
+
 
[[Tag:Angststörung]]
+
==Quellen==
[[Tag:Antokonvulsivum]]
+
<references />
 +
[[Tag:Antikonvulsivum]]
 
[[Tag:GABA]]
 
[[Tag:GABA]]
[[Tag:Neuropathische Schmerzen]]
 

Aktuelle Version vom 29. Oktober 2021, 08:43 Uhr

Synonyme: Lyrica, (S)-3-(aminomethyl)-5-methylhexan-Säure
Englisch: Pregabalin

1 Definition

Pregabalin ist ein GABA-Analogon. Es gehört zur Gruppe der Antikonvulsiva und wird zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, Epilepsie und generalisierten Angststörungen eingesetzt.

2 Wirkungsweise

Pregabalin ist ein Strukturanalagon von GABA, entfaltet seine GABA-erge Wirkung jedoch nicht über den GABA-Rezeptor. Pregabalin bindet im ZNS an spannungsabhängige Calciumkanäle vom P/Q-Typ. Der Ca-Einstrom wird somit vermindert und die Ausschüttung von Neurotransmittern (Glutaminsäure, Substanz P) reduziert und normalisiert.
Pregabalin wird unverändert über die Niere ausgeschieden.

3 Indikationen

4 Kontraindikationen

5 Nebenwirkungen

6 Abhängigkeitspotential

Auf der Grundlage von Fallserien und Fallberichten ergeben sich für Pregabalin Hinweise für ein erhöhtes Abhängigkeitsrisiko, insbesondere bei Patienten mit einer bereits bestehenden Opioidabhängigkeit. Die Behandlung mit Pregabalin sollte daher bei drogenabhängigen Patienten vermieden werden. Ursachen für den missbräuchlichen Konsum sind unter anderem der entspannende und euphorisierende Effekt von Pregabalin und die Reduktion von Entzugssymptomen. Zudem kann der Effekt anderer psychotroper Substanzen verstärkt werden. Auch die leichte Verfügbarkeit von Pregabalin könnte eine Ursache für die missbräuchliche Verwendung sein.[1]

Bei Mischkonsum mit anderen Substanzen wie Alkohol, Benzodiazepinen können sich die sedierenden Wirkungen verstärken und zu einer schweren Intoxikation oder Ateminsuffizienz führen.[2]

Während der Behandlung mit Pregabalin sollte darauf geachtet werden, ob sich eine Abhängigkeit bei dem Patienten entwickelt.[1]

7 Quellen

  1. 1,0 1,1 Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin - Arzneiverordnung in der Praxis, abgerufen am 21.10.2021
  2. Lyrica® (Pregabalin) – Das neue Suchtmittel, abgerufen am 21.10.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Oktober 2021 um 08:43 Uhr bearbeitet.

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