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Praxisgebühr

Version vom 30. November 2003, 08:59 Uhr von 62.224.10.147 (Diskussion)

Durch das GMG eingeführte Selbstbeteiligung eines Mitglieds der gesetzlichen Krankenversicherung (Patient), die beim Kontakt (Arztbesuch, Telefonberatung, Wiederholungsrezept) mit einem niedergelassenen Kassenarzt fällig wird. Die Praxisgebühr gilt jeweils für ein Quartal.

Privatversicherte und Versicherte der "sonstigen Kostenträger" müssen die Zuzahlung nicht entrichten. Das gilt übrigens auch für Bundesbahnbeamtenversicherte; Zivildienstleistende und alle unter 18 Jahren.

Die Bezeichnung "Praxisgebühr" ist für die Patienten ggf. irreführend, da es sich nicht um eine Zahlung an die Praxis selbst, sondern eigentlich um zusätzliche Krankenkassenbeiträge handelt.

Es ist zur Zeit (Dez. 2003) juristisch noch umstritten, ob die Praxisgebühr überhaupt von den Ärzten und Zahnärzten eingezogen und ggf. beigetrieben werden darf oder ob dies nicht eine originäre Aufgabe der Krankenkassen selbst ist. Durch die Praxisgebühr wird die Inanspruchnahme von Ärzten vielleicht zurückgehen. In Deutschland liegt die Inanspruchnahme von Ärzten zur Zeit im europäischen Spitzenbereich, ohne daß es Hinweise gibt, daß Deutsche kränker oder gesünder als andere Europäer sind.

Diese Seite wurde zuletzt am 12. Juni 2017 um 20:28 Uhr bearbeitet.

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