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Praxisgebühr: Unterschied zwischen den Versionen

(aktualiert; Plenarprotokoll 17/205, S. 25033, 25047)
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Die '''Praxisgebühr''' ist eine durch das [[GKV-Modernisierungsgesetz]] eingeführte [[Selbstbeteiligung]] eines Mitglieds der [[gesetzliche Krankenversicherung|gesetzlichen Krankenversicherung]] (Patient), die beim [[ambulant]]en Kontakt (Arztbesuch, Telefonberatung, Wiederholungsrezept) mit einem niedergelassenen [[Vertragsarzt]] fällig wird.  
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Die '''Praxisgebühr''' war eine durch das [[GKV-Modernisierungsgesetz]] eingeführte [[Selbstbeteiligung]] eines Mitglieds der [[gesetzliche Krankenversicherung|gesetzlichen Krankenversicherung]] (Patient), die beim [[ambulant]]en Kontakt (Arztbesuch, Telefonberatung, Wiederholungsrezept) mit einem niedergelassenen [[Vertragsarzt]] fällig wurde. Sie wurde im November 2012 durch den Deutschen Bundestag mit Wirkung zum 1. Januar 2013 abgeschafft: Sie verursache überflüssige Bürokratie und erreiche das Ziel nicht, die Zahl der Arztbesuche zu senken.
  
 
Die Bezeichnung "Praxisgebühr" ist irreführend, da es sich nicht um eine Zahlung an die Praxis selbst, sondern eigentlich um zusätzliche [[Krankenkassenbeitrag|Krankenkassenbeiträge]] handelt.
 
Die Bezeichnung "Praxisgebühr" ist irreführend, da es sich nicht um eine Zahlung an die Praxis selbst, sondern eigentlich um zusätzliche [[Krankenkassenbeitrag|Krankenkassenbeiträge]] handelt.
  
 
== Gesetzliche Grundlage==
 
== Gesetzliche Grundlage==
Die gesetzliche Grundlage der Praxisgebühr ist das [[Sozialgesetzbuch 5]], [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/sgb_5/__28.html §28], geändert durch das GKV-Modernisierungsgesetz vom 14. November 2003. Die Höhe der Zuzahlung ergibt sich aus dem [[Sozialgesetzbuch 5]], [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/sgb_5/__61.html §61].
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Die gesetzliche Grundlage der Praxisgebühr war das [[Sozialgesetzbuch 5]], [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/sgb_5/__28.html §28], geändert durch das GKV-Modernisierungsgesetz vom 14. November 2003. Die Höhe der Zuzahlung ergab sich aus dem [[Sozialgesetzbuch 5]], [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/sgb_5/__61.html §61].
  
 
Es war einige Zeit juristisch umstritten, ob die Praxisgebühr überhaupt von den Ärzten und Zahnärzten eingezogen und ggf. beigetrieben werden darf oder ob dies nicht eine originäre Aufgabe der [[Krankenkasse]]n selbst ist.  
 
Es war einige Zeit juristisch umstritten, ob die Praxisgebühr überhaupt von den Ärzten und Zahnärzten eingezogen und ggf. beigetrieben werden darf oder ob dies nicht eine originäre Aufgabe der [[Krankenkasse]]n selbst ist.  
  
 
==Höhe der Gebühr==
 
==Höhe der Gebühr==
Die Praxisgebühr gilt jeweils für ein Quartal und beträgt 10 Euro.
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Die Praxisgebühr galt jeweils für ein Quartal und betrug 10 Euro.
  
 
==Ausnahmen==
 
==Ausnahmen==
[[Privatversicherter|Privatversicherte]], Anspruchsberechtigte der freien Heilfürsorge (u.a. Polizei, Grenzschutz und Strafvollzug, Zivildienstleistende) sowie Versicherte der Postbeamtenkrankenkasse und Bundesbahnbeamtenversicherte müssen die Zuzahlung nicht leisten. Das gilt übrigens auch für GKV-Mitglieder unter 18 Jahren.
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[[Privatversicherter|Privatversicherte]], Anspruchsberechtigte der freien Heilfürsorge (u.a. Polizei, Grenzschutz und Strafvollzug, Zivildienstleistende) sowie Versicherte der Postbeamtenkrankenkasse und Bundesbahnbeamtenversicherte mussten die Zuzahlung nicht leisten. Das galt übrigens auch für GKV-Mitglieder unter 18 Jahren.
  
 
==Folgen==
 
==Folgen==
Durch die Praxisgebühr ist die Inanspruchnahme von Ärzten in den Jahren 2004 und 2005 leicht zurückgegangen. In Deutschland liegt sie zur Zeit (2006) jedoch immer noch im europäischen Spitzenbereich, ohne dass es Hinweise gibt, dass Deutsche kränker oder gesünder als andere Europäer sind.
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Durch die Praxisgebühr ging die Inanspruchnahme von Ärzten in den Jahren 2004 und 2005 leicht zurück. In Deutschland lag sie 2006 jedoch immer noch im europäischen Spitzenbereich, ohne dass es Hinweise gab, dass Deutsche kränker oder gesünder als andere Europäer sind.
 
[[Fachgebiet:Gesundheitswesen]]
 
[[Fachgebiet:Gesundheitswesen]]
 
[[Fachgebiet:Gesundheitsökonomie]]
 
[[Fachgebiet:Gesundheitsökonomie]]

Version vom 11. Juni 2017, 21:18 Uhr

1 Definition

Die Praxisgebühr war eine durch das GKV-Modernisierungsgesetz eingeführte Selbstbeteiligung eines Mitglieds der gesetzlichen Krankenversicherung (Patient), die beim ambulanten Kontakt (Arztbesuch, Telefonberatung, Wiederholungsrezept) mit einem niedergelassenen Vertragsarzt fällig wurde. Sie wurde im November 2012 durch den Deutschen Bundestag mit Wirkung zum 1. Januar 2013 abgeschafft: Sie verursache überflüssige Bürokratie und erreiche das Ziel nicht, die Zahl der Arztbesuche zu senken.

Die Bezeichnung "Praxisgebühr" ist irreführend, da es sich nicht um eine Zahlung an die Praxis selbst, sondern eigentlich um zusätzliche Krankenkassenbeiträge handelt.

2 Gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage der Praxisgebühr war das Sozialgesetzbuch 5, §28, geändert durch das GKV-Modernisierungsgesetz vom 14. November 2003. Die Höhe der Zuzahlung ergab sich aus dem Sozialgesetzbuch 5, §61.

Es war einige Zeit juristisch umstritten, ob die Praxisgebühr überhaupt von den Ärzten und Zahnärzten eingezogen und ggf. beigetrieben werden darf oder ob dies nicht eine originäre Aufgabe der Krankenkassen selbst ist.

3 Höhe der Gebühr

Die Praxisgebühr galt jeweils für ein Quartal und betrug 10 Euro.

4 Ausnahmen

Privatversicherte, Anspruchsberechtigte der freien Heilfürsorge (u.a. Polizei, Grenzschutz und Strafvollzug, Zivildienstleistende) sowie Versicherte der Postbeamtenkrankenkasse und Bundesbahnbeamtenversicherte mussten die Zuzahlung nicht leisten. Das galt übrigens auch für GKV-Mitglieder unter 18 Jahren.

5 Folgen

Durch die Praxisgebühr ging die Inanspruchnahme von Ärzten in den Jahren 2004 und 2005 leicht zurück. In Deutschland lag sie 2006 jedoch immer noch im europäischen Spitzenbereich, ohne dass es Hinweise gab, dass Deutsche kränker oder gesünder als andere Europäer sind.

Diese Seite wurde zuletzt am 12. Oktober 2016 um 16:28 Uhr bearbeitet.

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