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Praxisgebühr: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Privatversicherter|Privatversicherte]], Anspruchsberechtigte der freien Heilfürsorge (u.a. Polizei, Grenzschutz und Strafvollzug, Zivildienstleistende) sowie Versicherte der Postbeamtenkrankenkasse und Bundesbahnbeamtenversicherte müssen die Zuzahlung nicht leisten. Das gilt übrigens auch für GKV-Mitglieder unter 18 Jahren.
 
[[Privatversicherter|Privatversicherte]], Anspruchsberechtigte der freien Heilfürsorge (u.a. Polizei, Grenzschutz und Strafvollzug, Zivildienstleistende) sowie Versicherte der Postbeamtenkrankenkasse und Bundesbahnbeamtenversicherte müssen die Zuzahlung nicht leisten. Das gilt übrigens auch für GKV-Mitglieder unter 18 Jahren.
 
 
  
 
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Durch die Praxisgebühr wird die Inanspruchnahme von Ärzten in den Jahren 2004 und 2005 leicht zurückgegangen. In Deutschland liegt die Inanspruchnahme von Ärzten zur Zeit (2005) im europäischen Spitzenbereich, ohne dass es Hinweise gibt, daß Deutsche kränker oder gesünder als andere Europäer sind.
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Durch die Praxisgebühr ist die Inanspruchnahme von Ärzten in den Jahren 2004 und 2005 leicht zurückgegangen. In Deutschland liegt sie zur Zeit (2005) jedoch immer noch im europäischen Spitzenbereich, ohne dass es Hinweise gibt, dass Deutsche kränker oder gesünder als andere Europäer sind.

Version vom 22. Dezember 2005, 13:49 Uhr

1 Definition

Die Praxisgebühr ist eine durch das GKV-Modernisierungsgesetz eingeführte Selbstbeteiligung eines Mitglieds der gesetzlichen Krankenversicherung (Patient), die beim ambulanten Kontakt (Arztbesuch, Telefonberatung, Wiederholungsrezept) mit einem niedergelassenen Vertragsarzt fällig wird.

Die Bezeichnung "Praxisgebühr" ist irreführend, da es sich nicht um eine Zahlung an die Praxis selbst, sondern eigentlich um zusätzliche Krankenkassenbeiträge handelt.

2 Gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage der Praxisgebühr ist das Sozialgesetzbuch 5, §28, geändert durch das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz - GMG) vom 14. November 2003. Die Höhe der Zuzahlung ergibt sich aus dem Sozialgesetzbuch 5, §61.

Es war einige Zeit juristisch umstritten, ob die Praxisgebühr überhaupt von den Ärzten und Zahnärzten eingezogen und ggf. beigetrieben werden darf oder ob dies nicht eine originäre Aufgabe der Krankenkassen selbst ist.

3 Höhe der Gebühr

Die Praxisgebühr gilt jeweils für ein Quartal und beträgt 10 Euro.

4 Ausnahmen

Privatversicherte, Anspruchsberechtigte der freien Heilfürsorge (u.a. Polizei, Grenzschutz und Strafvollzug, Zivildienstleistende) sowie Versicherte der Postbeamtenkrankenkasse und Bundesbahnbeamtenversicherte müssen die Zuzahlung nicht leisten. Das gilt übrigens auch für GKV-Mitglieder unter 18 Jahren.

5 Folgen

Durch die Praxisgebühr ist die Inanspruchnahme von Ärzten in den Jahren 2004 und 2005 leicht zurückgegangen. In Deutschland liegt sie zur Zeit (2005) jedoch immer noch im europäischen Spitzenbereich, ohne dass es Hinweise gibt, dass Deutsche kränker oder gesünder als andere Europäer sind.

Diese Seite wurde zuletzt am 12. Juni 2017 um 20:28 Uhr bearbeitet.

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