Präexzitationssyndrom

aus DocCheck Flexikon, dem Medizinlexikon zum Mitmachen

1 Definition

Unter dem Begriff Präexzitationssyndrom fasst man verschiedene Herzrhythmusstörungen zusammen. Ihr gemeinsames Merkmal ist eine vorzeitige Erregung der Herzkammer über angeborene Leitungsstrukturen, die parallel zum AV-Knoten liegen. Diese akzessorischen Leitungsbahnen können im ungünstigen Fall zu so genannten AV-Reentrytachykardien (AVRT) führen.

ICD10-Code: I45.6

2 Hintergrund

Im Vergleich zum AV-Knoten weisen die akzessorischen Leitungsstrukturen eine schnellere Erregungsleitung auf. Sie haben jedoch eine längere Refraktärzeit. Ein häufiges Merkmal von Präexzitationssyndromen im EKG ist die Delta-Welle. Damit meint man einen buckelförmigen verlangsamten Aufstrich im Beginn der R-Zacke, der auch als "Schulter" bezeichnet wird. Der QRS-Komplex ist dadurch verbreitert und ermöglicht so einen ersten Anhaltspunkt zur Abgrenzung von einer AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT).

3 Einteilung

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Pr%C3%A4exzitationssyndrom&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Pr%C3%A4exzitationssyndrom

gut ,,, Danke .. Ziane Charfi , Medizinstudent Uni Göttingen
#1 am 26.07.2012 von Ziane Chafi (Student/in der Humanmedizin)

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

9 Wertungen (3.11 ø)

83.925 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: