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Präaurikuläre Fistel

Version vom 17. Januar 2014, 20:26 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Eine präaurikuläre Fistel ist eine Fistel, die vor der Ohrmuschel liegt. Sie verbinden die Hautoberfläche mit der Schleimhaut des Mittelohrs oder enden blind im Gewebe. Präaurikuläre Fisteln sind angeboren und oft beidseitig.

2 Ätiologie

Ursache für präaurikuläre Fisteln ist die fehlende Fusion der auditorischen Tuberkel der ersten beiden embryonalen Kiemenbögens (siehe auch laterale Halszyste). Selten sind sie ein Symptom des autosomal-dominanten Branchio-oto-renalen Syndroms (Melnick-Fraser-Syndrom, BOR-Syndrom). Hierbei liegen aber zusätzlich Schwerhörigkeit und Niereninsuffizienz vor.[1]

3 Klinik

An der Ohrmuschel oder im äußeren Gehörgang finden sich Grübchen, aus denen Flüssigkeit austreten kann. Bei Sekretstau kommt es zu Otitis externa und Schmerzen.

4 Therapie

Eine Punktion ist nicht sinnvoll, da das Sekret schnell wieder nachläuft. Zur Vermeidung von Komplikationen ist eine vollständige chirurgische Entfernung des Fistelgangs erforderlich.[2]

5 Quellen

  1. Hildebrandt, F.; Weber, M.; Brandis, M. (1996). "MEDIZIN: DIE ÜBERSICHT - Molekulare Genetik von Nierenerkrankungen", Deutsches Ärzteblatt 93 (7): A-385–390, abgerufen 23. 12. 2013.
  2. Entfernung prä-auriculäre Zyste/Fistel, HNO-Zentrum Köln-Mülheim, Überörtliche Gemeinschaftspraxis, Belegabteilung Ev. Krankenhaus Köln-Kalk abgerufen 23. 12. 2013.

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