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Posttraumatisches Herzsyndrom: Unterschied zwischen den Versionen

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==Therapie==
 
==Therapie==

Version vom 11. September 2020, 12:38 Uhr

nach William Dressler (1890 bis 1969), amerikanischer Arzt
Synonym: Postmyokardinfarkt-Syndrom (PMS), PMI-Syndrom, postinfarktionelle Myokarditis, Myokardinfarkt-Spätsyndrom
Englisch: Dressler's myocarditis, Post-cardiac injury syndromes

1 Definition

Die Dressler-Myokarditis ist eine relativ seltene, das Myokard betreffende Entzündung (Myokarditis), die typischerweise Wochen bis Monate nach einem Myokardinfarkt auftritt.

2 Ätiologie

Die Ursache der Dressler-Myokarditits ist zur Zeit (2020) noch nicht vollständig geklärt. Ein auslösender Faktor scheint die Kombination aus geschädigten mesothelialen Perikardzellen und Blut im Herzbeutel zu sein. Es wird angenommen, dass die initiale Verletzung des Myokards Neoantigene freisetzt und zu einer konsekutiven Immunreaktion führt. Immunkomplexe setzen sich am Perikard, an der Pleura und in der Lunge ab und provozieren eine Entzündungsreaktion.

3 Symptomatik

Die Symptome der Dressler-Myokarditis sind vielgestaltig und ähneln denen einer akuten Perikarditis oder eines Pleuraergusses. Neben allgemeinen Entzündungszeichen wie Fieber können auch eine Perikarditis, Pleuritis und Zeichen einer abakteriellen Pneumonie, gegebenenfalls mit blutigem Sputum, auftreten. Daneben finden sich wiederholte Brustschmerzen (Angina pectoris), die einen Myokardinfarkt imitieren.

Anhaltspunkte, an denen das Symptom erkannt werden kann, können ein schneller und deutlicher Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit sein, einhergehend u.U. mit höherem Puls. Das Auftreten von Fieber ist nicht obligatorisch.

4 Diagnostik

Laborchemisch können sich Zeichen einer Entzündungsreaktion wie Leukozytose, erhöhtes CRP und erhöhte BSG zeigen.

Im EKG zeigen sich ggf. Veränderungen wie Niedervoltage oder ST-Hebungen, die auf eine Perikarditis hinweisen. Im Röntgenthorax zeigt sich möglicherweise eine Kardiomegalie, in der Echokardiographie ein Erguss.

5 Therapie

Patienten, die eine Dressler-Myokarditis entwickelt haben, werden mit hohen NSAR-Dosen behandelt. ASS wird dabei als Therapie der ersten Wahl empfohlen.[1] Ergänzend kann Colchicin gegeben werden. Es scheint aus bei präventiver Gabe die Inzidenz einer Dressler-Myokarditis zu reduzieren.

6 Quellen

  1. ESC-Pocket-Guidelines 2015, abgerufen am 11.9.2020

Diese Seite wurde zuletzt am 5. Januar 2022 um 08:59 Uhr bearbeitet.

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