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Positronenemissionstomographie: Unterschied zwischen den Versionen

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Für eine PET-Untersuchung bekommt der Patient eine chemisch leicht veränderte Form von [[Glukose]] gespritzt, z.B. [[Fluordesoxyglukose|18F-Fluordesoxyglukose]] (FDG), eine leicht radioaktive Substanz, die beim Zerfall [[Positron]]en freisetzt. Diese frei werdenden Elementarteilchen werden von einem [[PET-Scanner]] aufgefangen und mittels eines Computers zum Bild verarbeitet.
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Für eine PET-Untersuchung bekommt der Patient eine chemisch leicht veränderte Form von [[Glukose]] gespritzt, z.B. [[Fluordesoxyglukose|18F-Fluordesoxyglukose]] (FDG), eine leicht radioaktive Substanz, die beim Zerfall [[Positron]]en freisetzt. Diese verwandeln sich beim Zusammenprall mit Elektronen in Energie um (Vernichtungsstrahlung) welche von einem [[PET-Scanner]] aufgefangen und mittels eines Computers zum Bild verarbeitet.
  
 
Weil [[Tumorzelle]]n zur Deckung des Energiebedarfs erheblich mehr markierte Glukose aufnehmen, setzen sie deshalb deutlich mehr Positronen frei. Daran kann man erkennen, in welchen Regionen des Körpers ein Tumor wächst.  
 
Weil [[Tumorzelle]]n zur Deckung des Energiebedarfs erheblich mehr markierte Glukose aufnehmen, setzen sie deshalb deutlich mehr Positronen frei. Daran kann man erkennen, in welchen Regionen des Körpers ein Tumor wächst.  

Version vom 20. November 2006, 15:55 Uhr

1 Definition

Die Positronenemissionstomographie, kurz PET, ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, das unter Verwendung verschiedener radioaktiver Stoffe (Tracer) zur Darstellung metabolischer Vorgänge im Körper eingesetzt wird. Einsatzgebiete klinisch vor allem in der Onkologie, Neurologie und Kardiologie.

2 Funktionsprinzip

Für eine PET-Untersuchung bekommt der Patient eine chemisch leicht veränderte Form von Glukose gespritzt, z.B. 18F-Fluordesoxyglukose (FDG), eine leicht radioaktive Substanz, die beim Zerfall Positronen freisetzt. Diese verwandeln sich beim Zusammenprall mit Elektronen in Energie um (Vernichtungsstrahlung) welche von einem PET-Scanner aufgefangen und mittels eines Computers zum Bild verarbeitet.

Weil Tumorzellen zur Deckung des Energiebedarfs erheblich mehr markierte Glukose aufnehmen, setzen sie deshalb deutlich mehr Positronen frei. Daran kann man erkennen, in welchen Regionen des Körpers ein Tumor wächst.

Allerdings können auch einfache Entzündungen von Organen zu einem höheren Positronenausstoß führen. Damit reicht die PET als alleinige Methode für die Krebsdiagnose nicht aus. Zudem können bei weitem nicht alle Tumorarten mit Hilfe der PET diagnostisch gesichert werden.

3 Kostenerstattung

Weil die PET die traditionellen Verfahren nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen kann, ist die Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hierzulande bis heute (2006) in der Diskussion. Eine PET-Untersuchung kostet zwischen 1.000 (PET) und 1.700 Euro (PET/CT).

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Diese Seite wurde zuletzt am 15. Juli 2018 um 14:18 Uhr bearbeitet.

"Positronen sog. Gammastrahlungs-Photonen", das ist meiner Ansicht nach nicht das Gleiche!
#1 am 15.07.2015 von Lena Kix (Student/in der Humanmedizin)

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