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Positivliste

Version vom 6. Juli 2019, 12:29 Uhr von Dr. med. Martin P. Wedig (Diskussion | Beiträge)

Definition

Mit einer Vorschlagsliste (Positivliste) wollte der Bundesminister für Gesundheit durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die verordnungsfähigen Arzneimittel auf inhaltlich definierte Produkte beschränken. Nicht aufgenommen werden sollten:

  1. Arzneimittel mit einem nur geringfügigem Nutzen oder zweifelhafter therapeutischer Zuverlässigkeit.
  2. Arzneimittel mit nicht erforderlichen Bestandteilen oder Arzneimittel, deren Wirkungen wegen der Vielzahl der Wirkstoffe nicht in ausreichender Sicherheit beurteilt werden können.
  3. Bagatellarzneimittel.

Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen, Hydrotherapie, Homöopathie und Anthroposophie sollten besonders berücksichtigt werden. Die meisten Europäischen Länder mit Ausnahme der Bundesrepublik Deutschland fürhen Positivlisten für Arzneimittel. Auch die Schweiz hat mit einer Spezialitätenliste die Idee von einer durch Experten geprüften Auswahl von erstattungsfähigen Mediementen umgesetzt.

2019 erscheint der Begriff Positivliste neu im Zusammhang mit der Zuwanderung von Fachkräften in Ausbildungsberufe.[1]

  1. https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/dok_ba015465.pdf

Tags:

Fachgebiete: Gesundheitswesen

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juli 2019 um 23:15 Uhr bearbeitet.

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