Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Positivliste: Unterschied zwischen den Versionen

Zeile 2: Zeile 2:
  
 
==Definition==
 
==Definition==
Unter einer '''Positivliste''' versteht man ein [[Arzneimittelverzeichnis|Verzeichnis]], das alle [[Arzneimittel]] aufführt, die zu Lasten eines Versicherungsträgers (z.B. der [[GKV]]) verordnet werden können. Im Umkehrschluss sind Arzneimittel, die nicht in der Positivliste erscheinen, nicht zu Lasten des Versicherungsträgers verordnungsfähig.
+
Unter einer '''Positivliste''' versteht man ein [[Arzneimittelverzeichnis|Verzeichnis]], das alle [[Arzneimittel]] aufführt, die zu Lasten eines Versicherungsträgers (z.B. der [[GKV]]) verordnet werden können. Im Umkehrschluss sind Arzneimittel, die nicht in der Positivliste erscheinen, nicht zu Lasten des jeweiligen Systems verordnungsfähig.
  
 
Den umgekehrten Ansatz stellt eine [[Negativliste]] dar.
 
Den umgekehrten Ansatz stellt eine [[Negativliste]] dar.

Version vom 7. Juli 2019, 15:20 Uhr

Synonym: Vorschlagsliste

1 Definition

Unter einer Positivliste versteht man ein Verzeichnis, das alle Arzneimittel aufführt, die zu Lasten eines Versicherungsträgers (z.B. der GKV) verordnet werden können. Im Umkehrschluss sind Arzneimittel, die nicht in der Positivliste erscheinen, nicht zu Lasten des jeweiligen Systems verordnungsfähig.

Den umgekehrten Ansatz stellt eine Negativliste dar.

2 Hintergrund

Mit von Deutschland führen die meisten europäischen Länder Positivlisten für Arzneimittel. Auch die Schweiz hat mit einer Spezialitätenliste die Idee von einer durch Experten geprüften Auswahl von erstattungsfähigen Medikamenten umgesetzt.

In Deutschland wurde 1992 im Gesundheitsstrukturgesetz die Einführung einer Positivliste geplant. Trotz mehrerer Anläufe wurde die Idee jedoch nicht umgesetzt. Die Verabschiedung eines Arzneimittel-Positivlistengesetzes (AMPoLG) wurde zuletzt 2003 zurückgestellt. Deutschland verfügt aber durch die mit dem AMNOG eingeführte Nutzenbewertung von neu zugelassenen Arzneimitteln über ein Steuerungsinstrument, das mit der Positivliste vergleichbar ist. Arzneimittel, die einen Zusatznutzen gegenüber einer zweckmäßigen Vergleichstherapie nachweisen können, sind grundsätzlich zu Lasten der GKV verordnungsfähig. Arzneimittel ohne Zusatznutzen werden in eine bestehende Festbetragsgruppe eingeordnet, was im Effekt einem Marktausschluss gleichkommt.

Tags:

Fachgebiete: Gesundheitswesen

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juli 2019 um 23:15 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (5 ø)

498 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: