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Pontiac-Fieber

Version vom 18. Januar 2016, 16:42 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Englisch: Pontiac fever

1 Definition

Das Pontiac-Fieber ist eine durch Legionella pneumophilia verursachte grippeähnliche Erkrankung.

Es wurde erstmalig 1976 im Zusammenhang mit der Erkrankung von US-amerikanischen Kriegsveteranen beschrieben, die zuvor an einem Treffen der American Legion in Pontiac bei Philadelphia teilgenommen hatten.

2 Klinik

Ein bis zwei Tage nach Infektion treten grippeähnliche Symptome auf:

Ein Teil der Patienten leidet zusätzlich an:

  • Verwirrtheit
  • Schwindel
  • Lichtscheu
  • Muskelschmerzen

Die Krankheit klingt nach Behandlung mit einem Makrolidantibiotikum in der Regel innerhalb von 2-5 Tagen ab. Eine weitaus schwerere Verlaufsform der Infektion mit Legionella pneumophilia ist die Legionellen-Pneumonie, die üblicherweise als schwere atypische Pneumonie verläuft.

3 Meldepflicht

Nach §6 IfSG Abs. 1 IfSG (Meldepflichtige Krankheiten) besteht keine Meldepflicht für Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod. Treten Legionellen-Infektionen als nosokomiale Infektionen gehäuft auf, sind sie nach §6 Abs. 3 IfSG als "Ausbruch" dem Gesundheitsamt nicht-namentlich zu melden.[1]

Nach §7 IfSG (Meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern) ist der direkte und indirekte Nachweis von Legionella spp. namentlich meldepflichtig, wenn ein Hinweis auf eine akute Infektion besteht.[2]

4 Quellen

  1. Gesetze im Internet §6 IfSG
  2. Gesetze im Internet §7 IfSG

Diese Seite wurde zuletzt am 16. November 2015 um 14:40 Uhr bearbeitet.

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