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Plexus brachialis: Unterschied zwischen den Versionen

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* Pars infraclavicularis: Unterhalb der Clavicula gelegen
 
* Pars infraclavicularis: Unterhalb der Clavicula gelegen
  
Im supraklavikulären Teil findet man die 3 Trunci (superior, medius und inferior). Desweiteren gehen hier folgende Nerven aus dem Plexus brachialis ab:
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Im supraklavikulären Teil findet man die 3 Trunci (superior, medius und inferior) und folgende Nerven:
 
* Nervus dorsalis scapulae  
 
* Nervus dorsalis scapulae  
 
* Nervus subclavius
 
* Nervus subclavius
 
* Nervus thoracicus longus  
 
* Nervus thoracicus longus  
 
* Nervus suprascapularis  
 
* Nervus suprascapularis  
Im infraklavikulären Teil findet man die Fasciculi (posterior, lateralis und  medialis). Ferner verlassen hier folgende Nerven den Plexus:
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Im infraklavikulären Teil findet man die Fasciculi (posterior, lateralis und  medialis) und folgende Nerven:
 
* Nervus subscapularis
 
* Nervus subscapularis
 
* Nervi pectorales  
 
* Nervi pectorales  

Version vom 11. November 2008, 21:30 Uhr

Synonyme: Armgeflecht, Armplexus
Englisch: brachial plexus

1 Definition

Der Plexus brachialis ist ein Nervengeflecht des peripheren Nervensystems (PNS), das aus den anterioren Ästen (Rami) der Nervenwurzeln C5-C8 und Th1 gebildet wird. Aus ihm gehen die Nerven des Armes und der Brust hervor.

2 Funktion

Der Plexus brachialis sorgt für die motorische Innervation der Schultermuskulatur sowie für die motorische und sensible Innervation des Arms und der Hand.

3 Strukturelle Gliederung

Nach strukturellen Gesichtspunkten kann man den Plexus brachialis grob in drei Abschnitte gliedern: die Trunci (Stämme), die Fasciculi (Bündel) und die daraus schließlich entspringenden Nervi (Nerven).

3.1 Trunci

Die so genannten Trunci (Stämme) sind die direkt auf die vorderen Nervenwurzeln folgenden Hauptstämme des Plexus brachialis, welche zwischen den Skalenusmuskeln durch die senkrecht verlaufende Skalenuslücke ziehen. Aufgrund ihrer topographischen Anordnung unterscheidet man:

  • Truncus superior: Entsteht durch Vereinigung der Nervenfasern aus C5 und C6
  • Truncus medius: Entsteht direkt aus den Nervenfasern aus C7
  • Truncus inferior: Ensteht durch Vereinigung der Nervenfasern aus C8 und Th1

Zusätzlich können als anatomische Variation kleinere Faseranteile des vierten Zervikalsegments (C4) und des zweiten Thorakalsegments (Th2) an der Bildung des Plexus brachialis beteiligt sein.

3.2 Fasciculi

Im weiteren Verlauf nach distal gibt jeder Truncus einen vorderen und einen hinteren Ast ab (Divisiones anteriores et posteriores), die wiederum die Faszikel (Bündel) bilden. Diese lagern sich charakteristisch um die Arteria axillaris an, so dass sich die Nomenklatur der Faszikel auf ihre Lage zur Arterie bezieht. Man unterscheidet:

  • Fasciculus lateralis: Dieser Faszikel entsteht durch die Vereinigung der Divisiones anteriores aus dem Truncus superior und dem Truncus medius.
  • Fasciculus medialis: Er entsteht aus der Divisio anterior des Truncus inferior.
  • Fasciculus posterior: Dieser Faszikel entsteht aus den drei Divisiones posteriores aller Trunci.

3.3 Endäste

Aus den einzelnen Fasciculi wiederum gehen, eventuell durch Zusammenlagerung von Faseranteilen aus verschiedenen Faszikeln, die verschiedenen Nerven hervor, die hier kurz angerissen werden sollen:

3.4 Weitere Nerven

Weiterhin entspringen direkt aus den Segmenten des Rückenmarks bzw. aus den Trunci folgende Nerven:

4 Topografische Unterteilung

Nach topografischen Gesichtspunkten kann man den Plexus brachialis in 2 Abschnitte unterteilen:

  • Pars supraclavicularis: Oberhalb der Clavicula (Schlüsselbein) gelegen
  • Pars infraclavicularis: Unterhalb der Clavicula gelegen

Im supraklavikulären Teil findet man die 3 Trunci (superior, medius und inferior) und folgende Nerven:

  • Nervus dorsalis scapulae
  • Nervus subclavius
  • Nervus thoracicus longus
  • Nervus suprascapularis

Im infraklavikulären Teil findet man die Fasciculi (posterior, lateralis und medialis) und folgende Nerven:

  • Nervus subscapularis
  • Nervi pectorales
  • Nervus thoracodorsalis

5 Klinik

Nach einem teilweisen oder vollständigen Abriss der Nervenwurzeln des Plexus brachialis durch Gewalteinwirkung (z.B. Zugkräfte) oder Geburtstraumen kommt es zur so genannten Armplexuslähmung. Sie macht sich durch charakteristische sensible und motorische Ausfälle im Bereich des Arms bemerkbar.

Ist der Durchtritt des Plexus brachialis durch die hintere Skalenuslücke im Halsbereich verengt, kann sich ein so genanntes Skalenussyndrom entwickeln.

Der Plexus brachialis kann bei operativen Eingriffen am Arm oder zur Behandlung von Schmerzzuständen auch gezielt durch Lokalanästhetika ausgeschaltet werden. Diese Form der regionalen Anästhesie bezeichnet man als Plexusanästhesie.

6 Merkhilfen

Um sich die Faszikel, aus denen die einzelnen Nerven entspringen, besser merken zu können, gibt es einige Merksprüche.

  Merkspruch   Nerv Faszikel
Marylin Nervus musculocutaneus Fasciculus lateralis
Monroe Nervus medianus Fasciculus lateralis und Fasciculus medialis
und Nervus ulnaris Fasciculus medialis
King Nervus cutaneus brachii medialis Fasciculus medialis
Kong Nervus cutaneus antebrachii medialis Fasciculus medialis
retten die Nervus radialis Fasciculus posterior
Anatomie Nervus axillaris Fasciculus posterior

Weiterhin mag recht hilfreich sein, wenn man sich folgendes merkt:
"Axel radelt zur Post": Der Nervus axillaris und radialis entspringen aus dem Fasciculus posterior.
"LAMM": Aus dem lateralen Faszikel entstammen der musculocutaneus und der medianus.

siehe auch: Plexus cervicalis, Plexus lumbalis, Plexus sacralis

Fachgebiete: Obere Extremität

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