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Pleurakanüle nach Ramel

Version vom 2. Januar 2008, 11:03 Uhr von 62.2.133.226 (Diskussion)

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Die Ramel-Nadel zur Biopsie des Thorax bei Pleuraerguss dient der Gewinnung von blinden (da nicht unter Sicht) Biopsien der Pleura. Dies ist dann sinnvoll, wenn eine zuvorige Pleurapunktion die Ätiologie des Ergusses nicht sichern konnte. Wird nach sonografischer Markierung des optimalen Punktionsortes punktiert, ist das Risiko einer Verletzung der Lunge minimal. Umgekehrt kann die Sonografie zeigen, wo sich pleurale Verdickungen befinden, die es zu punktieren lohnt. Im Vergleich zur Abrams-Nadel muss bei der Ramel Nadel nur einmal in den Pleuraraum eingegangen werden. Die Schneidbiopsie der Pleura erfolgt durch eine Art Mandrin und kann beliebig oft wiederholt werden, ohne dass die äussere Hülse entfernt wird. Die Pleurabiopsate werden in Formalin zur Histologie verschickt. Es sollten immer auch Biopsate zur Kultur auf Tbc eingesandt werden. Die Sensitivität dieser Kultur ist höher als die des Pleuraergusses alleine.

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Januar 2008 um 12:26 Uhr bearbeitet.

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