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Plasmazelluläre Pododermatitis (Katze): Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''plasmazelluläre Pododermatitis''' bezeichnet man eine [[Hauterkrankung (Katze)|Hauterkrankung]] bei der [[Katze]], die durch [[Schwellung]] und [[Ulzeration|ulzerativen]] [[Läsion]]en an einem oder mehrerer [[Ballen (Veterinärmedizin)|Ballen]] (Torus) gekennzeichnet ist.
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Als '''plasmazelluläre Pododermatitis der Katze''' ist eine [[Hauterkrankung (Katze)|Hauterkrankung]], die durch [[Schwellung]] und [[Ulkus|Ulzera]] an einem oder mehreren [[Ballen (Veterinärmedizin)|Ballen]] (Torus) gekennzeichnet ist.
  
 
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Die Ursache der [[Erkrankung]] ist nicht bekannt, vermutet wird aber eine [[immunmediiert|immunpathologische]] [[Genese]]. Ein Zusammenhang mit [[FIV-Infektion (Katze)|FIV-Infektionen]] steht in Verdacht, wurde bisher jedoch noch nicht sicher bestätigt. Es gibt keine Alters-, [[Geschlecht]]s- oder [[Rasse]]prädispositionen.
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Die Ursache der [[Erkrankung]] ist nicht bekannt, vermutet wird eine [[immunmediiert|immunpathologische]] [[Genese]]. Ein Zusammenhang mit einer [[FIV-Infektion (Katze)|FIV-Infektion]] steht in Verdacht, wurde bisher (2021) jedoch noch nicht sicher bestätigt.
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Es gibt keine [[Alter]]s-, [[Geschlecht]]s- oder [[Rasse]]prädispositionen.
  
 
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Die plasmazelluläre Pododermatitis ist durch Schwellung und Ulzeration an den Ballen an einer oder mehreren [[Pfote (Veterinärmedizin)|Pfoten]] charakterisiert.  
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Die plasmazelluläre Pododermatitis ist durch Schwellung und Ulzerationen an den Ballen einer oder mehrerer [[Pfote (Veterinärmedizin)|Pfoten]] charakterisiert. Durch die Schwellung verlieren die Ballen ihre dreieckige Form und bekommen eine schwammige Konsistenz. Nach der Schwellung kommt es in vielen Fällen zur Ausbildung von Ulzera und [[Granulom]]en. Dies führt häufig zu einer variabel ausgeprägten [[Lahmheit (Veterinärmedizin)|Lahmheit]] bei den [[Tier]]en. Länger bestehende Krankheitsverläufe führen häufig zu [[chronisch]]em [[Blut]]verlust ([[Anämie]]).
 
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Durch die Schwellung verlieren die Ballen ihre dreieckige Form und bekommen eine schwammige Konsistenz. Nach der Schwellung kommt es in vielen Fällen zur Ausbildung von Ulzerationen und [[Granulom]]en. Dies führt häufig zu [[Lahmheit (Veterinärmedizin)|Lahmheit]] bei den [[Tier]]en.  
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Später leiden die [[Patient]]en meist zusätzlich unter [[Blut]]verlust durch die ulzerierten Ballen.
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Eine [[Verdachtsdiagnose]] kann meist bereits anhand der klinischen [[Symptom]]e geäußert werden.  
 
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Zusätzlich ist die Durchführung einer [[Zytologie]] und [[Histologie]] indiziert, um die [[Diagnose]] zu sichern. Charakteristisch ist eine [[steril]]e [[Entzündung]] mit Auftreten von zahlreichen  [[Plasmazelle]]n in der gesamten [[Dermis]] und [[Subkutis]].  
  
Alle Patienten sollten darüber hinaus auf das Vorliegen einer FIV-Infektion getestet werden.  
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Alle Patienten sollten darüber hinaus auf das Vorliegen einer FIV-Infektion getestet werden.
  
 
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Als [[Differentialdiagnose]] kommen weitere Erkrankungen an den Pfoten in Frage, unter anderem:  
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* [[infektiös]]e Ballenentzündung  
 
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* Autoimmundermatosen (z.B. [[Pemphigus foliaceus (Katze)|Pemphigus foliaceus]])
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Eine [[kausal]]e [[Therapie]] ist nicht bekannt. [[Systemisch]]e Behandlungen mit [[Glukokortikoid]]en oder [[Ciclosporin]] haben gute Erfolge erzielt.  
 
Eine [[kausal]]e [[Therapie]] ist nicht bekannt. [[Systemisch]]e Behandlungen mit [[Glukokortikoid]]en oder [[Ciclosporin]] haben gute Erfolge erzielt.  
  
Als erfolgreich haben sich außerdem Dauermedikationen (mindestens 4-10 Wochen) mit [[Antibiotika]] wie z.B. [[Doxycyclin]] erwiesen. Die Therapie sollte mindestens so lange erfolgen, bis die [[Läsion]]en abgeheilt sind. [[Erbrechen (Katze)|Erbrechen]] oder [[Durchfall (Katze)|Durchfall]] sind häufig vorkommende [[Nebenwirkung]]en von längeren Doxycyclin-Gaben. Um die Nebenwirkungen zu reduzieren, sollte den Katzen nach der Verabreichung des Doxycyclins Futter und Wasser zur Verfügung stehen.
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Als erfolgreich erwies sich außerdem eine Dauermedikation (mindestens 4-10 Wochen) mit [[Antibiotika]] wie z.B. [[Doxycyclin]]. Die Therapie sollte so lange erfolgen, bis die [[Läsion]]en abgeheilt sind. [[Erbrechen]] oder [[Durchfall]] sind häufig vorkommende [[Nebenwirkung]]en von längeren Doxycyclin-Gaben. Um die Nebenwirkungen zu reduzieren, sollte den Katzen nach der Verabreichung des Doxycyclins Futter sowie Wasser [[ad libitum]] zur Verfügung stehen.
  
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==Quellen==
 
==Quellen==

Aktuelle Version vom 8. März 2021, 20:09 Uhr

1 Definition

Als plasmazelluläre Pododermatitis der Katze ist eine Hauterkrankung, die durch Schwellung und Ulzera an einem oder mehreren Ballen (Torus) gekennzeichnet ist.

2 Ätiologie

Die Ursache der Erkrankung ist nicht bekannt, vermutet wird eine immunpathologische Genese. Ein Zusammenhang mit einer FIV-Infektion steht in Verdacht, wurde bisher (2021) jedoch noch nicht sicher bestätigt.

Es gibt keine Alters-, Geschlechts- oder Rasseprädispositionen.

3 Klinik

Die plasmazelluläre Pododermatitis ist durch Schwellung und Ulzerationen an den Ballen einer oder mehrerer Pfoten charakterisiert. Durch die Schwellung verlieren die Ballen ihre dreieckige Form und bekommen eine schwammige Konsistenz. Nach der Schwellung kommt es in vielen Fällen zur Ausbildung von Ulzera und Granulomen. Dies führt häufig zu einer variabel ausgeprägten Lahmheit bei den Tieren. Länger bestehende Krankheitsverläufe führen häufig zu chronischem Blutverlust (Anämie).

4 Diagnostik

Eine Verdachtsdiagnose kann meist bereits anhand der klinischen Symptome geäußert werden.

Zusätzlich ist die Durchführung einer Zytologie und Histologie indiziert, um die Diagnose zu sichern. Charakteristisch ist eine sterile Entzündung mit Auftreten von zahlreichen Plasmazellen in der gesamten Dermis und Subkutis.

Alle Patienten sollten darüber hinaus auf das Vorliegen einer FIV-Infektion getestet werden.

5 Differentialdiagnosen

Als Differentialdiagnose kommen weitere Erkrankungen an den Pfoten in Frage, unter anderem:

6 Therapie

Eine kausale Therapie ist nicht bekannt. Systemische Behandlungen mit Glukokortikoiden oder Ciclosporin haben gute Erfolge erzielt.

Als erfolgreich erwies sich außerdem eine Dauermedikation (mindestens 4-10 Wochen) mit Antibiotika wie z.B. Doxycyclin. Die Therapie sollte so lange erfolgen, bis die Läsionen abgeheilt sind. Erbrechen oder Durchfall sind häufig vorkommende Nebenwirkungen von längeren Doxycyclin-Gaben. Um die Nebenwirkungen zu reduzieren, sollte den Katzen nach der Verabreichung des Doxycyclins Futter sowie Wasser ad libitum zur Verfügung stehen.

Chirurgische Exzisionen der veränderten Ballenanteile gehen häufig mit Rezidiven einher.

7 Quellen

  • Schmidt V, Horzinek MC (Begr.), Lutz H, Kohn B, Forterre F (Hrsg.). 2015. Krankheiten der Katze. 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG. ISBN: 978-3-8304-1242-7.

Diese Seite wurde zuletzt am 8. März 2021 um 20:09 Uhr bearbeitet.

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