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Phosphorsäure

Version vom 29. Mai 2017, 18:58 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Orthophosphorsäure, Acidum phosphoricum
Englisch: phosphoric acid

1 Definition

Phosphorsäure ist eine dreiprotonige Säure mit der Summenformel H3PO4. Ihre deprotonierten Salze sind die Phospate, Phosphat (PO43-), Hydrogenphosphat (HPO42-) und Dihydrogenphosphat (H2PO4-. Phosphatgruppen kommen in zahlreichen Biomolekülen vor (z.B. ATP)

Phosphorsäure ist in der Lage, durch Kondensationsreaktionen Polymere zu bilden, beispielsweise als Pyrophosphat.

In der Zahnmedizin wird Phosphorsäure bei Kunststoffrestaurationen zur Schmelzätzung bzw. zur Anrauhung des Schmelzes vor dem Anbringen einer Versiegelung eingesetzt.

2 Vorkommen

Phosphorsäuren dienen als Ausgangssubstanz für vielerlei Stoffe, so z.B. für die Herstellung von:

Phosphorsäureester und Polyphosphate sind Energie- und Gruppenüberträger z.B. bei ATP bzw. GTP. Sie sind unter anderem integraler Bestandteil der DNA, der RNA und vieler Coenzyme.

3 Klinik

Der Konsum von E338 und vielen anderen Phosphorsäurehaltigen Substanzen (insbesondere Softdrinks) ist bei chronischer Niereninsuffizienz bzw. Dialysepflicht, Osteoporose und calciumphosphathaltiger Urolithiasis zu meiden bzw. kontraindiziert.

Tags:

Fachgebiete: Biochemie, Chemie

Diese Seite wurde zuletzt am 12. September 2019 um 15:14 Uhr bearbeitet.

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