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Peroneusparese: Unterschied zwischen den Versionen

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==Ätiopathogenese==
Die exponierte Lage des Nervus peronaeus communis im Bereich des Köpfchens der [[Fibula]] führt dazu, dass der Nerv sehr anfällig für eine Schädigung durch mechanischen [[Druck]] ist. Patienten, die nur wenig [[Muskulatur|Muskel-]] und [[Fettgewebe]] besitzen oder in kurzer Zeit sehr viel [[Gewicht]] verlieren, sind schneller von einer Läsion betroffen.
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Die exponierte Lage des Nervus peroneus communis im Bereich des [[Fibula]]köpfchens führt dazu, dass der Nerv sehr anfällig für eine Schädigung durch mechanischen [[Druck]] ist. Patienten, die nur wenig [[Muskulatur|Muskel-]] und [[Fettgewebe]] besitzen oder in kurzer Zeit sehr viel Gewicht verlieren, sind schneller von einer Läsion betroffen.
  
 
Aber auch eine [[Fraktur]] der Fibula, ein [[Unterschenkel]]gips mit schlechter Polsterung des Fibulaköpfchens, ein [[Kompartmentsyndrom]] sowie ein längeres Übereinanderschlagen der [[Bein]]e können zu einer Läsion des [[Nerv]]en führen.  
 
Aber auch eine [[Fraktur]] der Fibula, ein [[Unterschenkel]]gips mit schlechter Polsterung des Fibulaköpfchens, ein [[Kompartmentsyndrom]] sowie ein längeres Übereinanderschlagen der [[Bein]]e können zu einer Läsion des [[Nerv]]en führen.  
  
Ein [[Ganglion]], ein [[Neurinom]], ein [[Tumor]] und eine [[Baker-Zyste]] können ebenfalls Ursache einer Peronaeusparese sein.
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Ein [[Ganglion]], ein [[Neurinom]], ein [[Tumor]] und eine [[Baker-Zyste]] können ebenfalls Ursache einer Peroneusparese sein.
  
 
==Klinik==
 
==Klinik==
Der Nervus peronaeus communis teilt sich in den [[Nervus peronaeus superficialis]], welcher den [[Musculus peronaeus longus]] und den [[Musculus peronaeus brevis]] versorgt, sowie in den [[Nervus peronaeus profundus]], welcher für die Innervation des [[Musculus tibialis anterior]], [[Musculus extensor digitorum longus]], [[Musculus extensor hallucis longus]], [[Musculus extensor digitorum brevis]] und [[Musculus extensor hallucis brevis]] verantwortlich ist. Zusätzlich werden der [[lateral]]e Unterschenkel und der [[Fußrücken]] von den Nerven [[sensible]] versorgt.
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Der Nervus peroneus communis teilt sich in den [[Nervus peroneus superficialis]], welcher den [[Musculus peroneus longus]] und den [[Musculus peroneus brevis]] versorgt, sowie in den [[Nervus peroneus profundus]], welcher für die Innervation des [[Musculus tibialis anterior]], [[Musculus extensor digitorum longus]], [[Musculus extensor hallucis longus]], [[Musculus extensor digitorum brevis]] und [[Musculus extensor hallucis brevis]] verantwortlich ist. Zusätzlich werden der [[lateral]]e Unterschenkel und der [[Fußrücken]] [[sensibel]] versorgt.
  
Ein Ausfall des Nervus paeronaeus communis bedingt somit zu einer [[Parese]] der Fußheber und der Zehenheber, was zum sog. [[Steppergang]] führt. Weiterhin kann der [[Fuß]] nur noch in geringem Maße [[Pronation|proniert]] werden.  
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Ein Ausfall des Nervus peroneus communis führt somit zu einer [[Parese]] der Fußheber und der Zehenheber, was zum so genannten [[Steppergang]] führt. Weiterhin kann der [[Fuß]] nur noch in geringem Maße [[Pronation|proniert]] werden.  
  
 
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Wenn eine Grunderkrankung vorliegt (z.B. Tumor oder Baker-Zyste), sollte diese behandelt werden. Ansonsten erfolgt einer [[Physiotherapie|physiotherapeutische]] Wiederherstellung der Muskelkraft. In ausgeprägten Fällen kann die Verordnung einer [[Peronaeusschiene]] sinnvoll sein. Es sollte darauf geachtet werden, dass jegliche weitere Traumatisierung vermieden wird (z.B. durch die Vermeidung kniender Tätigkeiten).
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Wenn eine Grunderkrankung vorliegt (z.B. Tumor oder Baker-Zyste), sollte diese behandelt werden. Ansonsten erfolgt einer [[Physiotherapie|physiotherapeutische]] Wiederherstellung der Muskelkraft. In ausgeprägten Fällen kann die Verordnung einer [[Peroneusschiene]] sinnvoll sein. Es sollte darauf geachtet werden, dass jegliche weitere Traumatisierung vermieden wird (z.B. durch die Vermeidung kniender Tätigkeiten).
  
 
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Die Prognose ist gut. Je nach Ausmaß der Schädigung dauert es wenige Tage bis einige Monate, bis die Muskelfunktion wieder hergestellt ist.
 
Die Prognose ist gut. Je nach Ausmaß der Schädigung dauert es wenige Tage bis einige Monate, bis die Muskelfunktion wieder hergestellt ist.
 
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Aktuelle Version vom 13. Februar 2018, 17:50 Uhr

Synonyme: Peronaeusparese, Peronäuslähmung, Fibularisparese, Fibularislähmung

1 Definition

Unter dem Begriff Peroneusparese versteht man eine Läsion des Nervus peroneus communis.

2 Ätiopathogenese

Die exponierte Lage des Nervus peroneus communis im Bereich des Fibulaköpfchens führt dazu, dass der Nerv sehr anfällig für eine Schädigung durch mechanischen Druck ist. Patienten, die nur wenig Muskel- und Fettgewebe besitzen oder in kurzer Zeit sehr viel Gewicht verlieren, sind schneller von einer Läsion betroffen.

Aber auch eine Fraktur der Fibula, ein Unterschenkelgips mit schlechter Polsterung des Fibulaköpfchens, ein Kompartmentsyndrom sowie ein längeres Übereinanderschlagen der Beine können zu einer Läsion des Nerven führen.

Ein Ganglion, ein Neurinom, ein Tumor und eine Baker-Zyste können ebenfalls Ursache einer Peroneusparese sein.

3 Klinik

Der Nervus peroneus communis teilt sich in den Nervus peroneus superficialis, welcher den Musculus peroneus longus und den Musculus peroneus brevis versorgt, sowie in den Nervus peroneus profundus, welcher für die Innervation des Musculus tibialis anterior, Musculus extensor digitorum longus, Musculus extensor hallucis longus, Musculus extensor digitorum brevis und Musculus extensor hallucis brevis verantwortlich ist. Zusätzlich werden der laterale Unterschenkel und der Fußrücken sensibel versorgt.

Ein Ausfall des Nervus peroneus communis führt somit zu einer Parese der Fußheber und der Zehenheber, was zum so genannten Steppergang führt. Weiterhin kann der Fuß nur noch in geringem Maße proniert werden.

Sensibilitätsstörungen werden im Bereich des lateralen Unterschenkels und des Fußrückens angegeben.

4 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch sollte an ein L5-Syndrom gedacht werden. Jedoch führt dieses Syndrom zusätzlich zu Schmerzen im betroffenen Dermatom sowie zu einer Abschwächung des Tibialis-posterior-Reflexes. Weiterhin wird zusätzlich eine Parese des Musculus gluteus medius beobachtet.

5 Diagnostik

Grundlage der Diagnostik ist zunächst eine gründliche Anamnese und neurologische Untersuchung. Häufig zeigt sich eine Druckdolenz des Nerven im Bereich des Fibulaköpfchens, was auch als Tinel-Zeichen bezeichnet wird. Die Elektroneurographie zeigt eine Leitungsverzögerung im Bereich des Fibulaköpfchens.

6 Therapie

Wenn eine Grunderkrankung vorliegt (z.B. Tumor oder Baker-Zyste), sollte diese behandelt werden. Ansonsten erfolgt einer physiotherapeutische Wiederherstellung der Muskelkraft. In ausgeprägten Fällen kann die Verordnung einer Peroneusschiene sinnvoll sein. Es sollte darauf geachtet werden, dass jegliche weitere Traumatisierung vermieden wird (z.B. durch die Vermeidung kniender Tätigkeiten).

7 Prognose

Die Prognose ist gut. Je nach Ausmaß der Schädigung dauert es wenige Tage bis einige Monate, bis die Muskelfunktion wieder hergestellt ist.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. September 2008 um 11:52 Uhr bearbeitet.

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