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Perikardreiben

Version vom 20. Januar 2019, 19:07 Uhr von Eric Kropf (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Der Begriff Perikardreiben stammt aus dem Fachbereich der Kardiologie und beschreibt ein ohrnahes raues, kratzendes oder schabendes Herzgeräusch, welches bei der Auskultation des Herzens gehört werden kann. Ähnlich wie Geräusche bei Herzklappenstenosen oder -insuffizienzen tritt es synchron mit dem Herzschlag auf, ist aber in der Regel deutlich davon zu unterscheiden. Meist ist das Reiben unmittelbar parasternal am deutlichsten zu hören.

2 Auftreten

Charakteristischerweise hört man ein deutliches Perikardreiben beim Vorliegen einer akuten Perikarditis. Im Verlaufe der Perikarditis kann dieses Geräusch jedoch durch Flüssigkeitsbildung zwischen den Blättern des Perikards leiser werden oder gänzlich verschwinden. Obwohl das Perikardreiben nahezu pathognomonisch für eine Perikarditis ist, sollte bei Auftreten eines solchen Geräusches dennoch stets weiterführende Diagnostik (z.B. Echokardiographie) zur Verifikation durchgeführt werden.

3 Ursache

Das Geräusch des Perikardreibens entsteht durch das Aneinanderreiben der entzündlich-fibrinös veränderten Pleurablätter - dem Pericardium fibrosum und dem Pericardium serosum.

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