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Paukenhöhle

Version vom 14. Mai 2008, 23:27 Uhr von 80.135.121.147 (Diskussion)

Synonyme: Cavitas tympanica, Cavum tympani, Paukenraum, "Pauke"
Englisch: tympanum, eardrum, tympanic cavity

1 Definition

Als Paukenhöhle bezeichnet man den Hohlraum des Mittelohrs, in dem sich die Gehörknöchelchen befinden. Sie beginnt direkt hinter dem Trommelfell und wird durch die Tube belüftet, die einen Druckausgleich ermöglicht.

2 Einteilung

Die Paukenhöhle ist ca. 12-15 mm lang, und 3 bis 7 mm breit. Ihr Binnenvolumen ist gering und beträgt nur etwa 1 cm3. Sie besteht aus 3 Abschnitten:

  • Paukenkuppel (Epitympanon)
  • Paukenmittelraum (Mesotympanon)
  • Paukenkeller (Hypotympanon)

3 Topografische Anatomie

3.1 Epitympanon

Das Epitympanon ist der oberste Abschnitt der Paukenhöhle. Hier wird die Paukenhöhle durch eine dünne Knochenplatte von der mittleren Schädelgrube abgegrenzt, die man als Paukendach (Tegmen tympani) bezeichnet. Das Epitympanon enthält auch den Recessus epitympanicus des Trommelfells.

3.2 Mesotympanon

Das Mesotympanon stellt den mittleren Abschnitt der Paukenhöhle. Seine anatomische Beziehung zu den benachbarten Strukturen beschreibt man, in dem man seine Begrenzung zu vier Wänden idealisiert:

  • Vordere Wand (Paries caroticus tympani): Hinter ihr verläuft die Arteria carotis interna. Im kaudalen Teil der Wand mündet die Tuba auditiva in die Paukenhöhle. Über der Tubeneinmündung (Ostium tympanicum tubae auditivae) liegt der Ursprung des Trommelfellspannmuskels (Musculus tensor tympani).
  • Seitliche Wand (Paries membranaceus tympani): Sie wird fast ausschließlich durch das Trommelfell gebildet. Im oberen Teil an sie angelagert durchquert die Chorda tympani die Paukenhöhle.
  • Hintere Wand (Paries mastoideus tympani): Sie grenzt die Paukenhöhle zum Warzenfortsatz (Processus mastoideus) hin ab. Im superior-posterioren Bereich besteht über das Antrum mastoideum eine Verbindung zu den pneumatischen Räumen des Mastoids (Aditus ad antrum). In Höhe des ovalen Fensters (Fenestra ovalis) kann man einen pyramidenförmigen Vorsprung ausmachen, die Eminentia pyramidalis, von der der Musculus stapedius seinen Ausgang nimmt.
  • Mittlere Wand (Paries labyrinthicus tympani): Sie trennt die Schnecke (Cochlea) von der Paukenhöhle. Zwischen dem ovalen Fenster und dem runden Fenster liegt das sog. Promontorium. Diese kleine Vorwölbung wird durch die untere Schneckenwindung verursacht.

3.3 Hypotympanon

Das Hypotympanon bildet den unteren Teil der Paukenhöhle. Die untere Wand (Paries jugularis tympani) des Hypotympanon grenzt die Paukenhöhle zur Vena jugularis hin ab. Der Knochen ist an dieser Stelle teilweise pneumatisiert und sehr dünn.

4 Gefäßversorgung

Die Gefäßversorgung der Paukenhöhle erfolgt im wesentlichen über die Arteria tympanica inferior, die Arteria tympanica anterior und die Arteria tympanica superior.

Diese Seite wurde zuletzt am 8. November 2019 um 22:42 Uhr bearbeitet.

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