Vom 12. bis 28. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Zur Zeit steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Parasit: Unterschied zwischen den Versionen

Zeile 58: Zeile 58:
 
*** [[Diptera]] = Zweiflügler
 
*** [[Diptera]] = Zweiflügler
 
*** [[Siphonaptera]] = Flöhe
 
*** [[Siphonaptera]] = Flöhe
 +
[[Fachgebiet:Parasitologie]]

Version vom 29. April 2009, 18:20 Uhr

von griechisch: parasitos - Schmarotzer
Englisch: parasite

1 Definition

Ein Parasit ist ein Organismus, der sich von anderen Lebewesen (Wirt) ernährt oder diesen zu Fortpflanzungszwecken befällt. Er kann den Wirt schädigen, indem er seine Organfunktionen beeinträchtigt, Zellen zerstört und ihm wichtige Nährstoffe entzieht, ihn aber normalerweise nicht tötet.

2 Einteilung nach Befall

Der Parasit kann sich sowohl als Ektoparasit auf dem Organismus als auch im Organismus als Endoparasit aufhalten. Endoparasiten sind Blut-, Darm- und Gewebsparasiten. Schmarotzer können sowohl Pflanzen als auch Tiere befallen. Manche befallen den Wirt nur temporär, andere hingegen permanent.

3 Patenz und Präpatenz

Bei Infektionen mit einem Parasiten treten die ersten Symptome erst nach einer gewissen Inkubationszeit auf. Die Zeit zwischen dem Parasitenbefall und den Sichtbarwerden von Larven oder Eiern wird als Präpatenz bezeichnet. Von diesem Zeitpunkt bis zum Erlöschen der Ausscheidung spricht man von einer Patenz. Viele Parasiten durchlaufen einen Generationswechsel. Sie entwickeln sich in mehreren (polyxen) oder verschiedenen Wirten (heteroxen), entweder wahlweise (fakultativ) oder zwangsweise (obligat) oder in nur einem Wirt (monoxen).

4 Parasitenwirte

Der Wirt, in dem beim Generationswechsel die geschlechtliche Vermehrung erfolgt, ist der Endwirt. Die ungeschlechtliche Entwicklung findet in einem Zwischenwirt statt. Befallen Parasiten überwiegend einen bestimmten Wirt, so wird dieser als Hauptwirt bezeichnet. Nebenwirte sind in diesem Fall kaum vom Parasiten befallen. Ein Wirt der Schmarotzer für einen weiteren Befall speichert, ist ein Reservoirwirt. Der Transportwirt ist für die Übertragung über größere Distanzen verantwortlich. Wird ein Organismus befallen, auf dem sich der Parasit nicht vermehren kann, so handelt es sich um einen Fehlwirt.

5 Methoden zur Ausschaltung der Wirtsabwehr

Kleine Parasiten können sich in den Zellen des Wirts verstecken und sind damit für die Zellen der Immunabwehr nicht mehr erreichbar. Ein Bespiel dafür ist der Befall von Erythrozyten durch die Plasmodien. Eine weitere Möglichkeit zur Überlistung der Abwehrmechanismen ist der Wechsel der Oberflächenstruktur. Sobald der Wirt eine Immunabwehr gegen den Parasiten aufgebaut hat, häutet sich dieser, und die neue Haut kann von den Antikörpern vorerst nicht erkannt werden. Es müssen neue Antikörper produziert werden, da die bereitgestellten nur mit der abgelegten Haut oder den Proteinen der Oberfläche reagieren (Beispiel: Trypanosomen). Einige Parasiten haben auch eine besonders dicke Cuticula gebildet und können damit immunologisch nicht erkannt werden.

6 Parasitenarten

Entsprechend ihren Merkmalen werden die Parasiten in folgende Gruppen eingeteilt:

Diese Seite wurde zuletzt am 12. April 2021 um 17:47 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

57 Wertungen (4.23 ø)

141.524 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: