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Paragonimidae: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 26. September 2017, 22:49 Uhr

1 Definition

Unter dem Begriff Paragonimidae versteht man Lungenegel, die über einen Mund- und einen Bauchsaugnapf verfügen.

2 Klassifikation und Epidemiologie

Der wichtigste Vertreter der humanpathogenen Paragonimidae ist Paragonimus westermani, den man vor allem in Ost-Südostasien findet. Weitere Vertreter sind: Paragonimus heterotremus, Paragonimus africanus, Paragonimus uterobiläterus, Paragonimus kellicotti (Nordamerika)

3 Entwicklungszyklus

Die Endwirte der Egel geben ihre Eier über das Sputum und teilweise auch über den Stuhl ab. Nachdem ca. zwei Wochen später die Mirazidien aus den Eiern geschlüpft sind, befallen diese eine Wasserschnecke als ersten Zwischenwirt.

In den Wasserschnecken entstehen die Zerkarien, welche als zweite Zwischenwirte Süßwasserkrabben und Krebse aufsuchen.

4 Transmission und Pathogenese

Die Infestation des Menschen erfolgt durch die Aufnahme von rohen Krebsen und Krabben. Im Darm werden die Larven freigesetzt, welche bevorzugt die Lunge befallen, aber sich auch in anderen Organen absiedeln können.

5 Klinik

Der Befall der Lunge führt zu Symptomen, die denen der Tuberkulose ähneln: Thoraxschmerzen, Nachtschweiß und Hämoptoe. Die Infestation kann zur Bronchopneumonie, zu Bronchiektasen und zur Pleuritis mit Pleuraerguss führen.

Die Besiedelung des Darm manifestiert sich durch unspezifische Symptome wie Diarrhoe und Tenesmen.

Im Bereich des ZNS sind eine Enzephalitis, epileptische Anfälle sowie eine Meningitis möglich. Als Folge einer spinalen Paragonimiasis ist eine spastische Paraplegie möglich.

Der Befall der Haut kann zur Ausbildung von subkutanen Granulomen führen.

Eine Besiedlung des Herzens wird gefürchtet, da sie oft letal endet.

6 Nachweis

Die Diagnose wird durch den Nachweis von Eiern im Sputum, seltener aus anderen Körpersekreten, gestellt. Serologische Untersuchungen können bei extrapulmonalem Befall weiterhelfen.

7 Therapie

Die Therapie erfolgt mit Praziquantel.

8 Prophylaxe

Es sollten keine ungenügend gegarten Krabben sowie kein rohes Krebsfleisch gegessen werden.

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Fachgebiete: Mikrobiologie

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