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Parafilaria multipapillosa: Unterschied zwischen den Versionen

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Die [[Männchen]] von Parafilaria multipapillosa sind bis zu 3 [[Zentimeter|cm]], die [[Weibchen]] bis zu 7 cm lange Nematoden. Die [[Eizelle|Eier]] sind dünnschalig, 20 - 25 x 45 - 40 [[Mikrometer|µm]] groß und enthalten eine [[Larve]]. Die [[Mikrofilarie]]n sind unbescheidet und zwischen 160 und 190 µm lang.
 
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Die [[Eizelle|Eier]] sind dünnschalig, 20 - 25 x 45 - 40 [[Mikrometer|µm]] groß und enthalten eine [[Larve]]. Die [[Mikrofilarie]]n sind unbescheidet und zwischen 160 und 190 µm lang.
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Die Entwicklung entspricht im Prinzip der von [[Parafilaria bovicola]], jedoch beträgt die [[Präpatenz]] zwischen 9 und 13 Monate. Die adulten Weibchen können im [[intermuskulär]]en sowie [[subkutan]]en [[Bindegewebe]] mindestens 2 Monate überleben. Kenntnisse über die [[Zwischenwirt]]e sind bisher (2019) noch lückenhaft.
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Die Entwicklung entspricht im Prinzip der von [[Parafilaria bovicola]], jedoch beträgt die [[Präpatenz]] zwischen 9 und 13 Monaten. Die adulten Weibchen können im [[intermuskulär]]en sowie [[subkutan]]en [[Bindegewebe]] mindestens 2 Monate überleben. Kenntnisse über die [[Zwischenwirt]]e sind bisher (2019) noch lückenhaft.
  
 
Man fand heraus, dass sich die Nematoden in [[Haematobia atripalpis]] als [[Zwischenwirt]] entwickeln können. Da diese Fliegenart in Mitteleuropa nicht vertreten ist, wird ihr hierzulande wenig Bedeutung zugesprochen.
 
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Während der warmen Jahreszeit (in Europa zwischen Juli und August) treten bei infizierten Pferden innerhalb von Tagen [[subkutan]]e, derbe, nicht schmerzhafte aber offensichtlich juckende Knoten auf, die zwischen 1 und 5 cm messen können. Zu den [[Prädilektionsstelle]]n gehören die [[Schulter]], der [[Widerrist]] und die Seitenbrust. Das [[klinisch]]e Bild ähnelt zeitweise einer [[Urtikaria]].
  
Nach dem Ausreifen der Knoten öffnen diese sich durch eine 0,5 bis 1,5 [[Millimeter|mm]] große [[Läsion]], aus der blutiges [[Exsudat]] austritt. Die austretende Flüssigkeit besteht zu einem großen Teil aus Eier und Mikrofilarien. Warmes Wetter sowie direkte Sonneneinstrahlung stimulieren die [[Blutung]], die mitunter bis zu mehrere Stunden anhalten kann. Im Anschluss bilden sich die Knoten innerhalb von 3 bis 4 Tagen wieder zurück. Die vorangegangenen Wunden können dann als [[Haar (Veterinärmedizin)|haarlose]] und depigmentierte Stellen erkannt werden. Sowohl [[Schwellung]]en als auch Blutungen können verteilt über den ganzen Sommer auftreten.
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Nach dem Ausreifen der Knoten öffnen diese sich durch eine 0,5 bis 1,5 [[Millimeter|mm]] große [[Läsion]], aus der blutiges [[Exsudat]] austritt. Die austretende Flüssigkeit besteht zu einem großen Teil aus Eiern und Mikrofilarien. Warmes Wetter sowie direkte Sonneneinstrahlung stimulieren die [[Blutung]], die mitunter bis zu mehrere Stunden anhalten kann. Im Anschluss bilden sich die Knoten innerhalb von 3 bis 4 Tagen wieder zurück. Die vorangegangenen Wunden können dann als [[Haar (Veterinärmedizin)|haarlose]] und depigmentierte Stellen erkannt werden. Sowohl [[Schwellung]]en als auch Blutungen können verteilt über den ganzen Sommer auftreten.
  
 
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[[Rezidiv]]e treten über mehrere (bis zu 4) Jahre auf - auch dann, wenn mit Sicherheit eine [[Reinfektion]] ausgeschlossen werden konnte.

Aktuelle Version vom 7. März 2019, 19:02 Uhr

von altgriechisch: para - neben

1 Definition

Parafilaria multipapillosa ist ein Parasit aus der Familie Filariidae und Erreger der Parafilariose (Sommerbluten) der Equiden.

2 Taxonomie

3 Erreger

Die Männchen von Parafilaria multipapillosa sind bis zu 3 cm, die Weibchen bis zu 7 cm lange Nematoden. Die Eier sind dünnschalig, 20 - 25 x 45 - 40 µm groß und enthalten eine Larve. Die Mikrofilarien sind unbescheidet und zwischen 160 und 190 µm lang.

4 Entwicklung

Die Entwicklung entspricht im Prinzip der von Parafilaria bovicola, jedoch beträgt die Präpatenz zwischen 9 und 13 Monaten. Die adulten Weibchen können im intermuskulären sowie subkutanen Bindegewebe mindestens 2 Monate überleben. Kenntnisse über die Zwischenwirte sind bisher (2019) noch lückenhaft.

Man fand heraus, dass sich die Nematoden in Haematobia atripalpis als Zwischenwirt entwickeln können. Da diese Fliegenart in Mitteleuropa nicht vertreten ist, wird ihr hierzulande wenig Bedeutung zugesprochen.

5 Vorkommen

Parafilaria multipapillosa kommt in weiten Teilen Afrikas, Asiens sowie Südamerikas vor. Der Parasit kann jedoch auch in Süd- und Osteuropa sowie vereinzelt in Österreich (Burgenland) aufgefunden werden.

6 Epidemiologie

Man geht davon aus, dass das besonders regional begrenzte Zwischenwirtsspektrum dafür verantwortlich sein dürfte, dass es nach Einschleppungen der Parasiten mit infizierten Equiden in nichtendemische Gebiete bisher nie zu einer Ausbreitung der Parasitose kam.

In endemischen Gebieten nehmen sowohl Befallshäufigkeit als auch Befallsintensität (unabhängig vom Geschlecht) bis zu einem Alter von 6 bis 8 Jahren zu.

7 Klinik

Während der warmen Jahreszeit (in Europa zwischen Juli und August) treten bei infizierten Pferden innerhalb von Tagen subkutane, derbe, nicht schmerzhafte aber offensichtlich juckende Knoten auf, die zwischen 1 und 5 cm messen können. Zu den Prädilektionsstellen gehören die Schulter, der Widerrist und die Seitenbrust. Das klinische Bild ähnelt zeitweise einer Urtikaria.

Nach dem Ausreifen der Knoten öffnen diese sich durch eine 0,5 bis 1,5 mm große Läsion, aus der blutiges Exsudat austritt. Die austretende Flüssigkeit besteht zu einem großen Teil aus Eiern und Mikrofilarien. Warmes Wetter sowie direkte Sonneneinstrahlung stimulieren die Blutung, die mitunter bis zu mehrere Stunden anhalten kann. Im Anschluss bilden sich die Knoten innerhalb von 3 bis 4 Tagen wieder zurück. Die vorangegangenen Wunden können dann als haarlose und depigmentierte Stellen erkannt werden. Sowohl Schwellungen als auch Blutungen können verteilt über den ganzen Sommer auftreten.

Rezidive treten über mehrere (bis zu 4) Jahre auf - auch dann, wenn mit Sicherheit eine Reinfektion ausgeschlossen werden konnte.

Da die Hautknoten bindegewebig vernarben können, können sie in der Sattel- oder Geschirrlage ständige Druckstellen hinterlassen, die zu Irritationen beim Reiten führen können.

8 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. März 2019 um 19:02 Uhr bearbeitet.

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