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Paradoxe Atmung

Version vom 30. Mai 2007, 23:53 Uhr von 80.135.64.242 (Diskussion)

nach dem polnischen Pädiater Adalbert Czerny (1863-1941)
Synonym: Czerny-Atmung

1 Definition

Die paradoxe Atmung ist eine pathologische Form der Atmung, bei der die Inspiration mit einer Baucheinziehung und die Exspiration mit einer Bauchvorwölbung einhergeht. Unter Umständen zieht sich der Thorax bei der Inspiration zusammen.

2 Ursachen

2.1 Thoraxinstabilität

Die paradoxe Atmung tritt bei einer Instabilität des Thorax, beispielsweise im Rahmen einer Rippenserienfraktur auf, wenn sich Teile des Thorax nicht mehr ausdehnen können. Im Gegenteil kommt es durch die negativen intrathorakalen Drücken bei Einatmung sogar zu Einziehungen des Thorax.

2.2 Zwerchfellähmung

Eine weitere Ursache der paradoxen Atmung ist die Phrenikusparese. Dabei steht das Zwerchfell hoch und ist bewegungspassiv. Die Funktion der Interkostalmuskulatur als Atemhilfe ist hierbei eingeschränkt und es kommt zu paradoxen Atemexkursionen des Thorax.

2.3 Einziehungen bei vermehrter Atemarbeit

Unter einem ähnlichen Bild wie der paradoxen Atmung kommt es bei vermehrter Atemarbeit gegen einen hohen Atemwegswiderstand. Auffällig sind hierbei Einziehungen über dem Jugulum, interkostal und supraklavikulär. Einziehungen treten bei Erwachsenen z.B. im Rahmen eines fortgeschrittenen Lungenemphysems auf, bei Säuglingen im Rahmen eines Atemnotsyndroms.

Diese Seite wurde zuletzt am 4. Juli 2016 um 12:46 Uhr bearbeitet.

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