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Pappenheim-Färbung

Version vom 22. April 2005, 18:20 Uhr von Nils Nicolay (Diskussion | Beiträge)

Nach Arthur Pappenheim (1870 bis 1916), deutscher Hämatologe
Synonym: May-Grünwald-Giemsa-Färbung
Englisch: Pappenheim's staining

1 Definition

Die Pappenheim-Färbung ist sogenannte "panoptische" Differentialfärbung, die sich das Färbeverhalten der Giemsa- und der May-Grünwald-Färbung zunutze macht. Sie dient neben der Anfärbung von Blutausstrichen und zytologischen Präparaten auch dem Nachweis von bestimmten Spirochäten.

2 Chemische Zusammensetzung

Die Pappenheim-Färbelösung setzt sich aus der Giemsa- und der May-Grünwald-Lösung zusammen. Neben Wasser und Methanol als Lösungsmittel und Fixativ besteht sie aus Eosin, Methylenblau, Azurfarbstoff und pH-modifizierenden Puffersubstanzen.

3 Färbeverhalten

Die Intensität der Färbung hängt von der genauen Zusammensetzung der May-Grünwald-Lösung ab. Die May-Grünwald-Färbung ist aufgrund ihrer pH-abhängigen Farbgebung besonders für die Anfärbung von Granula geeignet.
Basophile Granula erscheinen im lichtmikroskopischen Bild durch die Anfärbung mit Methylenblau tiefblau bis violett, während saure Granula Eosin anreichern und damit leuchtend rot erscheinen. Neutrale Granula weisen nach Färbung einen hell- bis purpurroten, blassen Farbton auf.
Das Zytoplasma von Erythrozyten wird durch die May-Grünwald-Lösung hellrot, das der Thrombozyten leicht bläulich.
Die May-Grünwald-Färbung bietet auf diese Weise vor allem Differenzierungsmöglichkeiten der einzelnen Blutzellen.

Fachgebiete: Histologie

Diese Seite wurde zuletzt am 14. August 2015 um 08:31 Uhr bearbeitet.

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