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Papillitis

Version vom 10. November 2010, 14:15 Uhr von Sebastian Merz (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Die Papillitis ist eine Entzündung des Sehnerves an seinem Austritt aus dem Augenbulbus. Durch die Entzündung kann es zu einem akuten Sehverlust kommen.

2 Ätiologie

Als auslösende Faktoren einer Papillitis kommen Infektionserkrankungen, fortgeleitete Entzündungen, Intoxikationen, allergisch-hyperergische und immunologische Vorgänge in Betracht.

3 Symptomatik

Der Patient verspürt eine akuten Sehverlust. Der Sehverlust trifft vor allem das zentrale Gesichtsfeld. In der Perimetrie ist ein Zentralskotom zu beobachten. Bei Druck auf den betroffenen Augenbulbus kann ein dumpfer Schmerz ausgelöst werden. Komplizierend kann es zu einer postneuritischen Atrophie der Papille kommen. In der ophthalmoskopischen Untersuchung zeigt sich eine ödematöse, unscharf begrenzte, hyperämische Papille. Die Papille ist leicht vorgewölbt. Differentialdiagnostisch kommt eine Stauungspapille oder ein ischämischer Papilleninfarkt in Betracht. Diese können auf Grund ihrer Lokalisation, des Gesichtfeldes und der Sehschärfe unterschieden werden.

Lokalisation Gesichtsfeld Sehschärfe
Papillitis ein Auge Zentralskotom reduziert
Stauungspapille beide Augen Vergrößerung des blinden Flecks normal
Papilleninfarkt ein Auge massiver zentraler Ausfall reduziert

4 Therapie

Im Vordergrund steht die Behandlung der Grunderkrankung. Eine weitere symptomatische Therapie mit hochdosierten Kortikosteroiden, Vitamin- B- Substitution sowie durchblutungsfördernde Maßnahmen können erwogen werden.

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