Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Papillitis

1 Definition

Als Papillitis bezeichnet man eine Entzündung des Sehnerves an seiner Austrittsstelle aus dem Augenbulbus (Sehnervenpapille). Durch die Entzündung kann es zu einem akuten Sehverlust kommen.

2 Ätiologie

Als auslösende Faktoren einer Papillitis kommen Infektionserkrankungen, fortgeleitete Entzündungen, Intoxikationen, allergisch-hyperergische und immunologische Vorgänge in Betracht.

3 Symptomatik

Im Vordergrund des klinischen Beschwerdebildes steht ein akuter Sehverlust, der vor allem das zentrale Gesichtsfeld betrifft.

Komplikationsbedingt kann es zu einer postneuritischen Atrophie der Sehnervenpapille kommen.

4 Diagnostik

Bei Druck auf den betroffenen Augenbulbus kann ein dumpfer Schmerz ausgelöst werden. Perimetrisch kann ein Zentralskotom diagnostiziert werden.

Im ophthalmoskopischen Befund zeigt sich eine ödematöse, unscharf begrenzte, hyperämische leicht vorgewölbte Papille.

Differentialdiagnostisch kommt eine Stauungspapille oder ein ischämischer Papilleninfarkt in Betracht. Diese können auf Grund ihrer Lokalisation, der Gesichtfeldeinschränkung und der Sehschärfe unterschieden werden.

Lokalisation Gesichtsfeld Sehschärfe
Papillitis ein Auge Zentralskotom reduziert
Stauungspapille beide Augen Vergrößerung des blinden Flecks normal
Papilleninfarkt ein Auge massiver zentraler Ausfall reduziert

5 Therapie

Im Vordergrund steht die Behandlung der Grunderkrankung. Eine weitere symptomatische Therapie mit hochdosierten Kortikosteroiden, Vitamin- B- Substitution sowie durchblutungsfördernde Maßnahmen können erwogen werden.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

4 Wertungen (4.25 ø)

25.443 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: