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Palliativstation: Unterschied zwischen den Versionen

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Die  '''Palliativstation''' ist eine Versorgungseinheit in einem [[Krankenhaus]] oder in einer stationären Pflegeeinrichtung [[Hospitz]], auf der Patienten [[palliativ]] behandelt und gepflegt werden, deren Lebenszeit auf wenige Monate oder Wochen begrenzt ist.
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Die  '''Palliativstation''' ist eine [[Versorgungseinheit]] in einem [[Krankenhaus]] oder in einer stationären Pflegeeinrichtung, auf der Patienten [[palliativ]] behandelt und gepflegt werden, deren Lebenszeit auf wenige Monate oder Wochen begrenzt ist.
  
 
==Hintergrund==
 
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Eine der schwierigsten Tätigkeiten in der [[Krankenpflege]] ist die Begleitung und Pflege todkranker und sterbender Menschen. Für diese Patienten wurde ein spezielles Konzept entwickelt: die [[Palliative Care]]. Eines der Teilgebiete von Palliative Care ist die [[Palliativpflege]], die auf einer Palliativstation praktisch umgesetzt wird.
 
Eine der schwierigsten Tätigkeiten in der [[Krankenpflege]] ist die Begleitung und Pflege todkranker und sterbender Menschen. Für diese Patienten wurde ein spezielles Konzept entwickelt: die [[Palliative Care]]. Eines der Teilgebiete von Palliative Care ist die [[Palliativpflege]], die auf einer Palliativstation praktisch umgesetzt wird.
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== Die Palliativstation als spezielle Einrichtung im Krankenhaus ==  
 
== Die Palliativstation als spezielle Einrichtung im Krankenhaus ==  
Palliativstationen bieten ein komplexes Betreuungsangebot vorwiegend für [[Krebs]]kranke in der Endphase ihrer Erkrankung. Sie sind Spezialstationen in Krankenhäusern, die sich der [[Palliativmedizin]] (Linderung der Beschwerden, keine kurative [[Medizin]]) und der [[Palliativpflege]] unter interdisziplinären Aspekten ganzheitlich widmen. Die Mitbetreuung der Angehörigen, auch über den [[Tod]] hinaus, gehört zum Konzept einer Palliativstation. [[Diagnostik|Diagnostische]] und [[Therapie|therapeutische]] Interventionen erfolgen grundsätzlich in gegenseitigem Einvernehmen zwischen [[Patient]] und den Behandlern ([[Arzt|Ärzte]], den Mitarbeitern des Pflegedienstes mit  der Fortbildung [[Palliative Care]] oder mit der Fachweiterbildung in Palliativ- und Hospizpflege, Physiotherapeuten, Seelsorgern und Sozialarbeitern).
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Palliativstationen bieten ein komplexes Betreuungsangebot vorwiegend für [[Krebs]]kranke in der Endphase ihrer Erkrankung. Sie sind Spezialstationen in Krankenhäusern, die sich der [[Palliativmedizin]] (Linderung der Beschwerden, keine kurative [[Medizin]]) und der [[Palliativpflege]] unter interdisziplinären Aspekten ganzheitlich widmen. Die Mitbetreuung der Angehörigen, auch über den [[Tod]] hinaus, gehört zum Konzept einer Palliativstation. [[Diagnostik|Diagnostische]] und [[Therapie|therapeutische]] Interventionen erfolgen grundsätzlich in gegenseitigem Einvernehmen zwischen [[Patient]] und den Behandlern ([[Arzt|Ärzte]], den Mitarbeitern des Pflegedienstes mit  der Fortbildung [[Palliative Care]] oder mit der Fachweiterbildung in Palliativ- und [[Hospiz]]pflege, [[Physiotherapeut]]en, [[Seelsorger]]n und [[Sozialarbeiter]]n).
 
                                            
 
                                            
 
Die Einbindung dieser Station in ein Krankenhaus sichert dem Patienten die Teilhabe an allen modernen [[Medizin|medizinischen]] Möglichkeiten, soweit diese vom Patienten gewünscht und vom Arzt als notwendig, sinnvoll und [[Therapie|therapeutisch]] wertvoll klassifiziert werden. Innerhalb palliativer [[Therapie]] kann auch die Zusammenarbeit mit einem [[Intensivmedizin|Intensivmediziner]] ([[Intensivpflege]]) beispielsweise innerhalb der Therapie von [[Atemnot]]zuständen nötig sein.  Unnötige [[Schmerz]]en, angstbesetzte Atemnot oder quälende Übelkeit sollen vermieden oder gelindert werden.  
 
Die Einbindung dieser Station in ein Krankenhaus sichert dem Patienten die Teilhabe an allen modernen [[Medizin|medizinischen]] Möglichkeiten, soweit diese vom Patienten gewünscht und vom Arzt als notwendig, sinnvoll und [[Therapie|therapeutisch]] wertvoll klassifiziert werden. Innerhalb palliativer [[Therapie]] kann auch die Zusammenarbeit mit einem [[Intensivmedizin|Intensivmediziner]] ([[Intensivpflege]]) beispielsweise innerhalb der Therapie von [[Atemnot]]zuständen nötig sein.  Unnötige [[Schmerz]]en, angstbesetzte Atemnot oder quälende Übelkeit sollen vermieden oder gelindert werden.  
  
Es geht um die Verbesserung der [[Lebensqualität]], [[Symptom]]kontrolle und um ein Sterben in Würde. Jetzt stehen die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten im Vordergrund der Behandlung. Daher unterscheiden sich schon die Räumlichkeiten einer Palliativstation häufig von anderen Bettenstationen: Sie sind wohnlicher gestaltet und bieten unter anderem Rückzugsräume auch für Angehörige. Ähnlich wie in vielen stationären Hospizen ist oft ein kleiner Bereich reserviert, wo einem auf der Station Verstorbenen gedacht werden kann.
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Es geht um die Verbesserung der [[Lebensqualität]], [[Symptom]]kontrolle und um ein Sterben in Würde. In diesem Zusammenhang stehen die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten im Vordergrund der Behandlung. Daher unterscheiden sich schon die Räumlichkeiten einer Palliativstation häufig von anderen Bettenstationen. Sie sind wohnlicher gestaltet und bieten unter anderem Rückzugsräume auch für Angehörige. Ähnlich wie in vielen stationären Hospizen, ist oft ein kleiner Bereich reserviert, wo einem auf der Station Verstorbenen gedacht werden kann.
  
 
== Aufenthaltsdauer und Finanzierung ==
 
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== Palliativ-Konsiliardienst ==
 
== Palliativ-Konsiliardienst ==
Eine Sonderform der Palliativstation ist der so genannte Palliativ-Konsiliardienst, den es bereits vereinzelt in Krankenhäusern und Kliniken gibt. Dabei handelt es sich nicht um eine Station im klassischen Sinne. Vielmehr geht es dem Palliativ-Konsiliardienst darum, den Bedarf des Patienten an palliativer Versorgung zu ermitteln und  entsprechend darauf einzugehen. So besteht der Palliativ-Konsiliardienst in manchen Zentren stations- und disziplinübergreifend aus Berufsgruppen der Medizin,  Pflege, Sozialarbeit, Seelsorge und Physiotherapie.<ref>[http://palliativzentrum.uk-koeln.de/zentrum-palliativmedizin/konsiliardienst Palliativmedizinischer Konsiliardienst am Zentrum für Palliativmedizin Köln], abgerufen am 29. Februar 2012</ref>
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Eine Sonderform der Palliativstation ist der so genannte Palliativ-Konsiliardienst, den es bereits vereinzelt in Krankenhäusern und Kliniken gibt. Dabei handelt es sich nicht um eine Station im klassischen Sinne. Vielmehr geht es dem Palliativ-Konsiliardienst darum, den Bedarf des Patienten an palliativer Versorgung zu ermitteln und  entsprechend darauf einzugehen. So besteht der Palliativ-Konsiliardienst in manchen Zentren stations- und disziplinübergreifend aus Berufsgruppen der Medizin,  Pflege, Sozialarbeit, Seelsorge und Physiotherapie.<ref>[http://palliativzentrum.uk-koeln.de/zentrum-palliativmedizin/konsiliardienst Palliativmedizinischer Konsiliardienst am Zentrum für Palliativmedizin Köln]</ref><ref>Quelle dieses Artikels: http://www.pflegewiki.de/wiki/Palliativstation, zur Versionsgeschichte: http://www.pflegewiki.de/index.php?title=Palliativstation&action=history, eingestellt von Kurt Wanka</ref>
<ref>Quelle dieses Artikels:http://www.pflegewiki.de/wiki/Palliativstation, bisher 36.862 Aufrufe, zur Versionsgeschichte: http://www.pflegewiki.de/index.php?title=Palliativstation&action=history, eingestellt von Kurt Wanka</ref>
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
 
*Petra Thorbrietz: ''Leben bis zum Schluss.'' ZS Verlag Zabert Sandmann GmbH, 2007
 
*Petra Thorbrietz: ''Leben bis zum Schluss.'' ZS Verlag Zabert Sandmann GmbH, 2007
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== Weblinks ==
 
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*[http://www.rheinruhrmed.de/interview/palliativ_dr_gerhard.php Palliativ-Konsiliardienst - ein Konzept der Deutschen Gesellschaft für Palliativ-Medizin]
 
*[http://www.rheinruhrmed.de/interview/palliativ_dr_gerhard.php Palliativ-Konsiliardienst - ein Konzept der Deutschen Gesellschaft für Palliativ-Medizin]
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*[[FlexiEssay: Sterbebegleitung]]
  
 
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Aktuelle Version vom 10. November 2012, 15:45 Uhr

1 Definition

Die Palliativstation ist eine Versorgungseinheit in einem Krankenhaus oder in einer stationären Pflegeeinrichtung, auf der Patienten palliativ behandelt und gepflegt werden, deren Lebenszeit auf wenige Monate oder Wochen begrenzt ist.

2 Hintergrund

Eine der schwierigsten Tätigkeiten in der Krankenpflege ist die Begleitung und Pflege todkranker und sterbender Menschen. Für diese Patienten wurde ein spezielles Konzept entwickelt: die Palliative Care. Eines der Teilgebiete von Palliative Care ist die Palliativpflege, die auf einer Palliativstation praktisch umgesetzt wird.

3 Die Palliativstation als spezielle Einrichtung im Krankenhaus

Palliativstationen bieten ein komplexes Betreuungsangebot vorwiegend für Krebskranke in der Endphase ihrer Erkrankung. Sie sind Spezialstationen in Krankenhäusern, die sich der Palliativmedizin (Linderung der Beschwerden, keine kurative Medizin) und der Palliativpflege unter interdisziplinären Aspekten ganzheitlich widmen. Die Mitbetreuung der Angehörigen, auch über den Tod hinaus, gehört zum Konzept einer Palliativstation. Diagnostische und therapeutische Interventionen erfolgen grundsätzlich in gegenseitigem Einvernehmen zwischen Patient und den Behandlern (Ärzte, den Mitarbeitern des Pflegedienstes mit der Fortbildung Palliative Care oder mit der Fachweiterbildung in Palliativ- und Hospizpflege, Physiotherapeuten, Seelsorgern und Sozialarbeitern).

Die Einbindung dieser Station in ein Krankenhaus sichert dem Patienten die Teilhabe an allen modernen medizinischen Möglichkeiten, soweit diese vom Patienten gewünscht und vom Arzt als notwendig, sinnvoll und therapeutisch wertvoll klassifiziert werden. Innerhalb palliativer Therapie kann auch die Zusammenarbeit mit einem Intensivmediziner (Intensivpflege) beispielsweise innerhalb der Therapie von Atemnotzuständen nötig sein. Unnötige Schmerzen, angstbesetzte Atemnot oder quälende Übelkeit sollen vermieden oder gelindert werden.

Es geht um die Verbesserung der Lebensqualität, Symptomkontrolle und um ein Sterben in Würde. In diesem Zusammenhang stehen die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten im Vordergrund der Behandlung. Daher unterscheiden sich schon die Räumlichkeiten einer Palliativstation häufig von anderen Bettenstationen. Sie sind wohnlicher gestaltet und bieten unter anderem Rückzugsräume auch für Angehörige. Ähnlich wie in vielen stationären Hospizen, ist oft ein kleiner Bereich reserviert, wo einem auf der Station Verstorbenen gedacht werden kann.

4 Aufenthaltsdauer und Finanzierung

Der Aufenthalt auf einer Palliativstation ist zeitlich begrenzt. In der Regel werden bis zu vier Wochen von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert, es fällt für den Patienten nur die üblichen Zuzahlung für vollstationäre Behandlung im Krankenhaus an. Angestrebtes Ziel ist immer die Verlegung zurück nach Hause oder in eine pflegerische Einrichtung (Pflegeheim, Stationäres Hospiz).

Viele Palliativstationen erbitten Spenden, um den Ausbau und die Erhaltung der besonderen Ausstattung finanzieren zu können, da dafür keine Mittel aus dem Budget der Klinik zur Verfügung stehen.

5 Palliativ-Konsiliardienst

Eine Sonderform der Palliativstation ist der so genannte Palliativ-Konsiliardienst, den es bereits vereinzelt in Krankenhäusern und Kliniken gibt. Dabei handelt es sich nicht um eine Station im klassischen Sinne. Vielmehr geht es dem Palliativ-Konsiliardienst darum, den Bedarf des Patienten an palliativer Versorgung zu ermitteln und entsprechend darauf einzugehen. So besteht der Palliativ-Konsiliardienst in manchen Zentren stations- und disziplinübergreifend aus Berufsgruppen der Medizin, Pflege, Sozialarbeit, Seelsorge und Physiotherapie.[1][2]

6 Literatur

  • Petra Thorbrietz: Leben bis zum Schluss. ZS Verlag Zabert Sandmann GmbH, 2007

7 Weblinks

8 Einzelnachweise

  1. Palliativmedizinischer Konsiliardienst am Zentrum für Palliativmedizin Köln
  2. Quelle dieses Artikels: http://www.pflegewiki.de/wiki/Palliativstation, zur Versionsgeschichte: http://www.pflegewiki.de/index.php?title=Palliativstation&action=history, eingestellt von Kurt Wanka

Diese Seite wurde zuletzt am 10. November 2012 um 15:44 Uhr bearbeitet.

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