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Palindromer Rheumatismus: Unterschied zwischen den Versionen

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In unterschiedlich häufigen Abständen kommt es zu anfallsartiger akuter Arthritis, [[Tendosynovitis]] oder [[Paraarthritis]] mit spontaner [[Remission]]. Vorwiegend befallen sind die [[Handgelenk]]e und [[Fingergelenk]]e sowie das [[Kniegelenk]]. Pro Attacke ist nur ein Gelenk betroffen. Die Attacke selbst dauert Stunden oder Tage und gleicht symptomatisch einer akuten [[Entzündung]]. [[Extraartikulär]] sieht man eine Rötung der gelenknahen Haut (Paraarthritis) und eine Schwellung der [[Sehnenscheide]]n.
  
 
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Die Therapie erfolgt während eines Anfalls symptomatisch mit einem [[NSAR|nichtsteroidalem Antirheumatikum]] oder einem [[Cortison]]. Bei sehr kurzen Abständen zwischen den Schüben sollte eine langwirksame antirheumatische Therapie mit bspw. [[Methotrexat]] erfolgen.
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Die Therapie erfolgt während eines Anfalls symptomatisch mit einem [[NSAR|nichtsteroidalem Antirheumatikum]] oder einem [[Cortison]]. Bei sehr kurzen Abständen zwischen den Schüben sollte eine langwirksame antirheumatische Therapie mit [[Methotrexat]] erfolgen.
  
 
==Prognose==
 
==Prognose==

Aktuelle Version vom 13. März 2021, 19:23 Uhr

Englisch: palindromic rheumatism

1 Definition

Der palindrome Rheumatismus, kurz PR, ist eine Sonderform der rheumatoiden Arthritis, bei der es in unregelmäßigen Abständen zu wiederkehrenden Arthriden kommt. Diese bilden sich ohne Gelenkschäden wieder zurück.

2 Ursachen

Eine genaue Ursache des palindromen Rheumatismus ist bisher (2021) nicht bekannt. Häufig stellt sich das Krankheitsbild als Frühstadium anderer Erkrankungen mit Gelenkbeteiligung heraus. Hierunter fallen vor allem:

3 Diagnostik

3.1 Anamnese

Die Diagnose des palindromen Rheumatismus wird vor allem klinisch mithilfe der Anamnese gestellt. Es müssen in den vergangenen zwei Jahren mehr als fünf Attacken im Sinne einer Monarthritis stattgefunden haben. Diese sollten vom Patienten als kurz und plötzlich beginnend beschrieben werden. Insgesamt sollten drei oder mehr Gelenke bei den Attacken betroffen sein.

3.2 Labor

Laborchemisch zeigt sich eine Erhöhung der Akute-Phase-Proteine, der Rheumafaktoren sowie der CCP-Antikörper.

3.3 Bildgebung

Im Röntgenbild ist kein pathologischer Befund zu sehen.

3.4 Differentialdiagnosen

Der palindrome Rheumatismus ist eine Ausschlussdiagnose. Die wichtigsten Differentialdiagnosen mit rezidivierenden rheumatischen Symptomen sind unter anderem:

4 Klinik

In unterschiedlich häufigen Abständen kommt es zu anfallsartiger akuter Arthritis, Tendosynovitis oder Paraarthritis mit spontaner Remission. Vorwiegend befallen sind die Handgelenke und Fingergelenke sowie das Kniegelenk. Pro Attacke ist nur ein Gelenk betroffen. Die Attacke selbst dauert Stunden oder Tage und gleicht symptomatisch einer akuten Entzündung. Extraartikulär sieht man eine Rötung der gelenknahen Haut (Paraarthritis) und eine Schwellung der Sehnenscheiden.

5 Therapie

Die Therapie erfolgt während eines Anfalls symptomatisch mit einem nichtsteroidalem Antirheumatikum oder einem Cortison. Bei sehr kurzen Abständen zwischen den Schüben sollte eine langwirksame antirheumatische Therapie mit Methotrexat erfolgen.

6 Prognose

Unter einem palindromen Rheumatismus kommt es nicht zu bleibenden Veränderungen der Gelenke oder einer dauerhaften Funktionsbeeinträchtigung, weshalb die Erkrankung als harmlos angesehen wird. In über der Hälfte der Fälle geht der palindrome Rheumatismus allerdings in eine chronische Erkrankung, meistens in eine rheumatoide Arthritis, über.

7 Literatur

  • Differentialdiagnosen rheumatischer Erkrankungen, Springer, 4. Auflage 2009
  • Schmerzmedizin – 1000 Fragen, Thieme, 2012

Diese Seite wurde zuletzt am 13. März 2021 um 14:57 Uhr bearbeitet.

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