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PARP

Version vom 16. Juli 2018, 13:53 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Poly(ADP-ribose)-Polymerase

1 Definition

PARP ist die Kurzbezeichnung für das an der DNA-Reparatur beteiligte Enzyme, die Poly(ADP-ribose)-Polymerasen genannte werden.

2 Struktur

Das körpereigene Enzym besteht aus einer Kette von 1.013 Aminosäuren. Die molare Masse beträgt 113,2 kDa. PARP besitzt in seinem Grundgerüst drei Domänen: Am N-terminalen Ende befinden sich eine Zinkfinger-Domäne, die zur Bindung von DNA-Molekülen befähigt ist. Die in der Mitte liegende Domäne wird als "automodification domain" bezeichnet. Am C-Terminus schließlich befindet sich eine NAD-bindende Domäne.

3 Biologische Funktion

PARP katalysiert eine Poly(ADP-ribosyl)ierung und trägt hierdurch zur DNA-Reparatur bei. Dabei ist die Rolle dieses Enzyms derart wichtig, dass einige wissenschaftliche Studien von einer Korrelation zwischen Lebensdauer einer Zelle und deren PARP-Gehalt sprechen. Kommt es bei einer Zelle zur Apoptose, stellt die Proteolyse von PARP ein Zwischenschritt dieses Vorgangs dar.

4 Klinik

PARP-Inhibitoren werden bei der Behandlung [maligne]]r Tumoren eingesetzt, um die Effizienz einer Chemotherapie zu steigern.

Diese Seite wurde zuletzt am 16. Juli 2018 um 13:53 Uhr bearbeitet.

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