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P16

Version vom 20. Juni 2018, 09:37 Uhr von Georg Wodarz (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Protein 16, p16INK4, Cyclin dependent kinase inhibitor 2A

1 Definition

P16 ist ein Protein der zelluären Stressantwort. Durch Inhibierung von Cyclin-abhängigen Kinasen verhindert es den Übergang in die S-Phase.

2 Genetik

p16 wird durch das Gen CDKN2A codiert. Es befindet sich auf Chromosom 9 an Genlokus p21.3. Es besteht aus acht Exons. Dieser Lokus ist auch als INK4/ARF-Lokus bekannt Durch eine alternative Transkriptionsstartstelle wird die kürzere Variante p14ARF (kurz ARF) produziert.

3 Funktion

Das Protein p16 wird als Antwort auf zelluläre Stresssignale produziert und verhindert den Eintritt in die S-Phase durch Inhibierung von G1-Phase Cdks.

Nach der Aktivierung von p16 bindet es an den Komplex aus Cyclin D und Cdk4 oder Cdk6. Dieser Komplex kann dadurch nicht mehr das Retinoblastom-Protein (Rb) phosphorylieren. In der unphosphorylierten Form bindet und inhibiert Rb den Transkriptionsfaktor E2F. Dieser Transkriptionsfaktor ist für die Produktion von essentiellen Proteinen der DNA-Synthese verantwortlich. Liegen diese nicht vor, dann kann die Zelle nicht in die S-Phase eintreten.[1]

4 Klinische Bedeutung

p16 wird meist als Tumorsuppressor charakterisiert, da es die Zelle vor genomischer Instabilität schützt. 50% aller Tumore weisen Defekte oder eine Verringerung der Aktivität von p16 auf. Es konnten ebenfalls Hypermethylierung am CDKN2A-Promotor identifiziert werden, welche das Gen stilllegen. Die Inaktivierung von p16 ist wahrscheinlich ein sehr frühes Ereignis in der Tumorprogression.

Ähnlich wie bei dem Tumorsuppresor und Zellzyklusregulator p21, kann p16 einige Tumorarten auch vor der Apoptose schützen. Dies scheint besonders der Fall bei HPV-assozierten Tumoren zu sein.[2]

5 Quellen

  1. Alberts, B., Wilson, J. H. & Hunt, T. Molecular biology of the cell. 5th edn, (Garland Science, 2008). Seite 1243-1244.
  2. Romagosa, C. et al. p16Ink4a overexpression in cancer: a tumor suppressor gene associated with senescence and high-grade tumors. Oncogene 30, 2087, doi:10.1038/onc.2010.614 (2011).

Diese Seite wurde zuletzt am 20. Juni 2018 um 12:49 Uhr bearbeitet.

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