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Ovulation

Version vom 18. November 2018, 16:02 Uhr von Sybille Geelhaar (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Eisprung, Follikelsprung

1 Definition

Unter Ovulation versteht man die Loslösung einer Eizelle vom weiblichen Eierstock (Ovar) und ihre anschließende Aufnahme vom Eileiter (Tuba uterina).

Die Ovulation findet etwa in der Mitte des weiblichen Zyklus (Menstruationszyklus), am 14.Tag statt

Der Eisprung macht sich bei manchen Frauen als leichter ziehender Schmerz im Unterbauch bemerkbar, der von einer kleinen Blutung begleitet sein kann.

2 Histologie

Der Graaf-Follikel (=größter Tertiärfollikel der heranreifenden Follikelgruppe) ruptiert, durch Kontraktion der aus Myofibrasten bestehenden Theca externa, dabei wird die Eizelle (befindlich in der 2. Reifeteilung), mitsamt der sie umgebenden Zona pellucida und Corona radiata (=Eizelle umgebende innerste Schicht der Granulosazellen) aus dem Follikel ausgetrieben. Anschließend wird sie von der Tuba unterina aufgesogen. Die Eizelle ist dann für ca 24h Befruchtungsfähig.

Die zurückbleibende Schichten des Follikels (Granulosazellen sowie Theca interna und externa) bilden nach verheilen der Wunde den Corpus luteum.

Stimuliert durch LH wandeln sich die Zellen nun um. -Die Granulosazellen des ehemaligen Follikels bilden nun kein Östrogen mehr (wie zum follikulären Stadium) sondern vor allem Progesteron. -Die Theca interna Zellen bilden nun die Thecalutealzellen sie produzieren vorwiegend Gestagene zum Teil auch Östrogen. Im Falle von ausbleibender Befruchtung wir er Corpus luteum menstruationis genannt und degeneriert in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus. Im Falle einer Befruchtung wird er weiter wachsen zum Corpus luteum graviditatis und bis zur 10. Schwangerschaftswoche vorwiegend Progesteron produzieren um die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten.

3 Steuerung

Der Eisprung wird ausgelöst durch einen Peak des LH-Hormons, 10-12h vor dem Eisprung produziert von der Hypophyse. Übergeordnet wird die Ausschüttung der Hypophyse gesteuert von dem Hypothalamus durch Freisetzung von GnRH.

4 Verhaltensbiologische Wirkung

Beim Einreißen des Follikels werden Schubartig von den Graulosazellen eine Menge Östodiole freigesetzt, welche das weibliche Sexuelle verlangen erhöhen. Zudem entsteht im Vaginalsekret eine erhöhte Menge an Kopulinen (ein Pheronähnlicher Stoff welcher bei Männern die 150 Fache Hebung des Testosonniveaus verursacht)und dem Mann somit olifactorisch die Fruchtbarkeit der Frau signalisiert. Auch das Erscheinen der Frau wirkt attraktiver (Gesicht schmaler) und ihr Flirtverhalten gesteigert, sowie ihre Stimmen etwas höher; verglichen zu Zeitpunkt der Menstruation.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. November 2018 um 16:02 Uhr bearbeitet.

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