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Ossa pedis (Geflügel): Unterschied zwischen den Versionen

 
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Bei den [[Vogel|Vögeln]] kommen [[Tarsalknochen (Geflügel)|Tarsalknochen]] (Ossa tarsalia) nicht als eigenständige Knochen vor. Die [[proximal]]en Tarsalknochen verschmelzen untereinander sowie mit der Tibia zum sogennanten [[Tibiotarsus (Geflügel)|Tibiotarsus]]. Die restlichen Tarsalknochen werden meist einheitlich angelegt und verschmelzen dann mit dem einheitlichen Mittelfußknochen zum [[Tarsometatarsus (Geflügel)|Tarsometatarsus]].
  
Von den ursprünglich vier einzeln angelegten Mittelfußknochen verbinden sich die Ossa metatarsalia II bis IV mit den Tarsalknochen zum Tarsometatarsus. Das [[Os metatarsale I (Geflügel)|Os metatarsale I]] hingegen bleibt als kleiner Knochen selbstständig. Er bildet die Grundlage für die erste Zehe, während der Tarsometatarsus am distalen Ende drei Gelenkwalzen für die Zehen II bis IV trägt.
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Von den ursprünglich vier einzeln angelegten Mittelfußknochen verbinden sich die Ossa metatarsalia II bis IV mit den Tarsalknochen zum Tarsometatarsus. Das [[Os metatarsale I (Geflügel)|Os metatarsale I]] hingegen bleibt als kleiner Knochen selbstständig. Es bildet die Grundlage für die erste Zehe, während der Tarsometatarsus am distalen Ende drei Gelenkwalzen für die Zehen II bis IV trägt.
  
Bei der Mehrzahl der Vogelarten sind die Zehen [[Anisodaktylie|anisodaktyl]] angeordnet, das heißt, dass die 1. Zehe nach hinten, die 2. bis 4. Zehe hingegen nach vorne gerichtet sind. Aus diesem Grund wird die 1. Zehe auch als Hinterzehe, die 2. bis 4. Zehe als Vorderzehe bezeichnet. Die einzelnen Zehen besitzen unterschiedlich viele Zehenglieder: Die 1. Zehe hat zwei, die 2. Zehe drei, die 3. Zehe vier und die 4. Zehe fünf Zehenglieder. Hier können jedoch auch vogelartliche Unterschiede angetroffen werden.
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Bei der Mehrzahl der Vogelarten sind die Zehen [[Anisodaktylie|anisodaktyl]] angeordnet, das heißt, dass die 1. Zehe nach hinten, die 2. bis 4. Zehe hingegen nach vorne gerichtet sind. Aus diesem Grund wird die 1. Zehe auch als Hinterzehe bezeichnet, während man die 2. bis 4. Zehe Vorderzehen nennt. Die einzelnen Zehen besitzen unterschiedlich viele Zehenglieder: Die 1. Zehe hat zwei, die 2. Zehe drei, die 3. Zehe vier und die 4. Zehe fünf Zehenglieder. Hier können jedoch auch vogelartliche Unterschiede angetroffen werden.
  
 
==Literatur==
 
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Aktuelle Version vom 28. Mai 2020, 16:00 Uhr

Synonyme: Fußskelett, Skeleton pedis

1 Definition

Als Ossa pedis bzw. Fußskelett bezeichnet man die Knochen der distalen Hintergliedmaße beim Geflügel.

2 Anatomie

Bei den Vögeln kommen Tarsalknochen (Ossa tarsalia) nicht als eigenständige Knochen vor. Die proximalen Tarsalknochen verschmelzen untereinander sowie mit der Tibia zum sogennanten Tibiotarsus. Die restlichen Tarsalknochen werden meist einheitlich angelegt und verschmelzen dann mit dem einheitlichen Mittelfußknochen zum Tarsometatarsus.

Von den ursprünglich vier einzeln angelegten Mittelfußknochen verbinden sich die Ossa metatarsalia II bis IV mit den Tarsalknochen zum Tarsometatarsus. Das Os metatarsale I hingegen bleibt als kleiner Knochen selbstständig. Es bildet die Grundlage für die erste Zehe, während der Tarsometatarsus am distalen Ende drei Gelenkwalzen für die Zehen II bis IV trägt.

Bei der Mehrzahl der Vogelarten sind die Zehen anisodaktyl angeordnet, das heißt, dass die 1. Zehe nach hinten, die 2. bis 4. Zehe hingegen nach vorne gerichtet sind. Aus diesem Grund wird die 1. Zehe auch als Hinterzehe bezeichnet, während man die 2. bis 4. Zehe Vorderzehen nennt. Die einzelnen Zehen besitzen unterschiedlich viele Zehenglieder: Die 1. Zehe hat zwei, die 2. Zehe drei, die 3. Zehe vier und die 4. Zehe fünf Zehenglieder. Hier können jedoch auch vogelartliche Unterschiede angetroffen werden.

3 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, Eugen Seiferle. Band V: Geflügel. Parey, 2004.
  • King, Anthony S. et al. Handbook of Avian Anatomy: Nomina Anatomica Avium. Second Edition. Cambridge, Massachusetts. Published by the Club, 1993.

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Mai 2020 um 16:00 Uhr bearbeitet.

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